Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Ein Trinkgeld für Investitionen“ – „30 Milliarden Euro im Gießkannenprinzip“

Baden-Baden, 27.12.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.

«Jetzt geht‘s los&rauqo; jubiliert die bisher erfolglose Bundesregierung mit der Entscheidung, umgehend 30 Milliarden Euro im Gießkannenprinzip zur Verfügung zu stellen als Wagniskapital für Rohstoffprojekte, Start-ups, Energieprojekte, Sicherheit und Verteidigung und auch die Industrie soll durch Garantien nicht zu kurz kommen. Damit will man Deutschland wieder in die Weltspitze der Wirtschaftsnationen führen.

Bei dieser geringen Investitionssumme bleibt für jeden Bereich eigentlich nur ein Almosen übrig. Zum Vergleich: die vier großen Tech-Unternehmen Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta haben in 2025 die gewaltige Summe von 320 Milliarden Dollar allein in KI investiert. Nividia will in 2026 ca. 100 Milliarden Dollar und Google ca. 85 Milliarden Dollar in KI investieren. Das Konsortium Stargate LLC will bis 2029 ca. 500 Milliarden Dollar in KI investieren. Und dabei ist der künftige «AI Actions Plan» der US-Regierung noch nicht berücksichtigt, der sich mit vielen Milliarden Dollar an heimischen KI-Unternehmen beteiligen will. Von den anderen bezeichneten Bereichen ganz zu schweigen z.B. Aufrüstung der US-Marine mit mehreren Kriegsschiffen.

 

Dagegen macht sich die deutsche Investitionssumme wirklich wie ein Trinkgeld aus. Aber das ficht die wackere Bundesregierung nicht an, die lutscht weiter am Daumen und träumt vom großen Comeback (Originalton Wirtschaftsministerin Reiche: Deutschland ist eine Comeback-Nation). Eher zutreffend ist wohl der alte Boxer-Spruch: «They never come back». Angeblich sei der Finanzminister Klingbeil auf viele Investoren getroffen, die in Deutschland investieren wollen. Nun, das steht allerdings im Gegensatz zu der Aussage vom Chef der Deutschen Bank Sewing, wonach jedes Jahr 300 Milliarden privates Kapital an Investitionen von Europa nach Amerika fließen. Um dieses Kapital hier zu halten, müssten jedoch entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, die bisher nicht gegeben sind. Der Traum der Bundesregierung wird also wahrscheinlich unerfüllt bleiben. Lutscht ruhig weiter am Daumen und träumt weiter von den großen Reformplänen, die bei diesem traurigen Personal nie in Erfüllung gehen werden.

Wenn man dagegenhält, dass Deutschland zwischenzeitlich in den Ukraine-Krieg 44 Milliarden Euro investiert hat und noch weiter investieren muss, dann fragt man sich, was der Bundesregierung wichtiger ist: das eigene Volk und die eigene Wirtschaft oder der verdeckte Krieg gegen Russland?

Martin Müller-Petersen
Baden-Baden


Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.

«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de

Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.

1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.

2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.

3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.

4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.

5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.

6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.

7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.

8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.

9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.




Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.