Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Einflussreichste Frau in Baden-Baden“ – „Also nochmal die Frage, welche Erfolge?“
Baden-Baden, 02.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung.
Ein in Karlsruhe erscheinendes Printmedium versucht an frühere Auflagenerfolge durch damals reihenweise Berichterstattungen über die fotogenen OB Mergen und Späth anzuknüpfen und lobt nun eine andere städtische Mitarbeiterin der drei städtische Gesellschaften unterstehen, in den allerhöchsten Tönen und verleiht ihr gar den Titel der «einflussreichsten Frau in Baden-Baden». Da reibt sich der Bürger verdutzt die Augen. Welche Erfolge hat die Betreffende vorzuweisen? Bei der Tourismus GmbH gelingt es seit Jahren nicht, die Besucherzahlen zu steigern; bei der Events GmbH hat der Weihnachtsmarkt den Händlern sicher gute Umsätze beschert, die nützen der Stadt aber nichts, weil sie aufgrund bestehender Pachtverträge die Standgebühren nicht erhöhen kann und bei der Kongresshaus GmbH werden seit Jahren rote Zahlen nur dadurch verhindert, dass die Stadt auf die Miete bzw. Teile davon verzichtet. Also nochmal die Frage, welche Erfolge? Alle drei Gesellschaften sind im Wesentlichen durch Steuergelder finanziert und wären ohne diese finanzielle Unterstützung nicht lebensfähig. Gleichwohl fabuliert die Betreffende in höchsten Tönen von Erfolgen und speziell die älteren Herren aus dem Gemeinderat hängen mit glänzenden Augen an ihren Lippen. Man fragt sich bei so viel Begeisterung, warum Frau Waggershauser sich nicht als Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters aufstellen lässt?
Apropos Oberbürgermeisteramt, auch die Kandidaturen der Herren Gernsbeck und Whitaker werden noch vermisst. Ersterer weiß doch sonst auch alles (besser) und zweiterer könnte als Hinterbänkler in Berlin endlich einmal ins Rampenlicht der Provinz treten. Und wenn nicht er, dann vielleicht jemand aus seiner Familie, die ja bereits bewiesen hat, was sie von der Wirtschaft versteht. Na ja, vielleicht folgen diese Bewerbungen ja noch! Ansonsten sieht es mit Bewerbern bisher eher trüb aus. Man fragt sich allen Ernstes, suchen wir einen geeigneten Kandidaten für das ehrenvolle Amt des Oberbürgermeisters oder Komparsen für den Western «Das letzte Aufgebot»? Jedenfalls sind diejenigen, die sich bisher gemeldet haben, wohl eher der zweiten Kategorie zuzuordnen und für dieses repräsentative Amt völlig ungeeignet. Deren Wählerschaft dürfte ohnehin nur aus dem eigenen Familienverbund bestehen. Das ficht die Betreffenden aber nicht an nach dem alten Olympiamotto «Dabei sein ist alles» und die Bewerbungen sollen scheinbar nur dazu dienen, durch mediale Aufmerksamkeit auch einmal im Rampenlicht zu stehen. Traurig, traurig, dabei hätte es Baden-Baden wirklich besser verdient.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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