Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Fähigkeiten der OB-Kandidaten" – „Allgemeinplätze ohne konkrete Vorschläge“ – „Große Liebe vorgespielt, und dann wird die ‚Geliebte‘ zum Opfer“
Baden-Baden, 19.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Auch Philippe Maisch will OB von Baden-Baden werden – «Egal wem ich tagtäglich begegne, ich versuche freundlich und nett zu sein».
Den goodnews4 ist zu verdanken, durch die jeweiligen Interviews zumindest einen oberflächlichen Eindruck von den Kandidaten zur OB-Wahl zu erhalten. Leider wurde bei diesen Interviews, wie bei Politikern und solchen die es werden wollen üblich, nur Allgemeinplätze verbreitet ohne konkrete Vorschläge zu benennen. Zum Beispiel war jedem Kandidaten klar, dass die Behebung der finanziellen Misere von Baden-Baden oberste Priorität hat. Diesbezüglich befragt waren sich die Kandidaten einig, dass dagegen etwas getan werden müsse. Auf die Frage, wie man die Misere beheben wolle, kam die Antwort, man müsse «die Einnahmen erhöhen und die Ausgaben reduzieren». Na toll, soviel wirtschaftliche Weisheit hätte ich Politiker gar nicht zugetraut. Leider hat aber keiner der Kandidaten zum Ausdruck gebracht, wie er oder sie dies bewerkstelligen wolle (Steuern und Abgaben rauf, öffentliche Leistungen runter, oder wie sonst?).
Da kommt mir die Aussage eines Bekannten in den Sinn, das Verhalten der Kandidaten käme ihm vor, wie bei einem Heiratsschwindler, zuerst wird die große Liebe vorgespielt, und dann wird die «Geliebte» zum Opfer. Zwar will ich den Kandidaten keine unredlichen Absichten unterstellen, aber für einen Sanierer wie ihn Baden-Baden benötigt, ist KEINE/R geeignet. Den Weg zum Wahllokal kann man sich sparen und die Zukunft von Baden-Baden bleibt düster, insbesondere wenn sie in den Händen einer, der Öffentlichkeit völlig unbekannten Person liegt.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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