Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Fast überall fehlt es an Hausärzten“ – „Die von der SPD entwickelten Ideen sind gut durchdacht“

Baden-Baden, 20.06.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Manolis Kyriakides Stellung zu dem goodnews4-Bericht Neue linke Kraft in Baden-Baden macht Positionen deutlich – «Sozialdemokratisches und linkes Verständnis von Daseinsvorsorge».

Fast überall fehlt es an Hausärzten. Die SPD Baden-Baden hat deshalb im Baden-Badener Gemeinderat ein Antrag für die Entwicklung eines Konzepts zur Sicherung und Stärkung der hausärztlichen Versorgung eingebracht. Die von der SPD in ihrem «Konzept Hausärztliche Versorgung 2030» entwickelten Ideen sind gut durchdacht: Zuerst soll eine Bedarfserhebung für alle Stadtteile vorgenommen werden um Versorgungslücken zu identifizieren. Dann sollen daraus Zielbilder und Maßnahmen abgeleitet werden. Ich finde es gut, dass die SPD dabei alle Beteiligten (Kliniken, Pflege, Rettungsdienst, Apotheken, Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Krankenkassen) mit ins Boot holen will. Die Sozialdemokraten bringen aber auch ganz konkrete finanzielle Hilfen für Hausärzte in die Diskussion: Mietfördermodelle für Arztpraxen – Förderung von Gemeinschaftspraxen und Gesundheitshäusern – Unterstützung bei der Wohnungssuche für medizinisches Personal. So sieht konstruktive und soziale Kommunalpolitik aus!

 

Warum hat die CDU nicht so einen Antrag eingebracht? Die haben doppelt so viel Leute im Gemeinderat wie die SPD. Ist da keiner drunter der sich mit Gesundheitspolitik auskennt? Oder interessiert sich die CDU nicht für die Probleme einfacher Kassenpatienten, die sowieso alle paar Monate höhere Beiträge bezahlen müssen? Von den Grünen hört man auch nichts dazu. Die Ökos beschäftigen sich lieber mit Windrädern und gendergerechter Sprache als mit der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Warum hat die AfD noch keinen eigenen Antrag zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung entwickelt? Durchdachte Vorschläge zur Daseinsvorsorge bringen ihre drei AfD-Gemeinderäte und der Fraktionsvorsitzende Kurt Hermann anscheinend nicht zustande. Ist ihnen die dafür nötige Detailarbeit vielleicht zu anstrengend und kompliziert? Anstatt realistische kommunalpolitische Ideen zu entwickeln jammert die AfD-Fraktion lieber, dass Baden-Baden nicht mehr finanzielle Hilfen aus Stuttgart bekommt und schiebt die Schuld für alles was schlecht läuft auf die Regierung in Berlin. Kommunalpolitik ist aber sachliche und konstruktive Arbeit an konkreten Problemen vor Ort und nicht nur Kritik an den anderen Parteien und populistische Sprüche klopfen. Das hat die AfD anscheinend noch nicht begriffen.

Manolis Kyriakides
Baden-Baden


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