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Leserbrief „meine Meinung“ – „Frühjahrsputz auf Straßen und Radwegen dringend angesagt“ – „Radweg plötzlich nur noch 1,90 Meter breit“

Leserbrief „meine Meinung“ – „Frühjahrsputz auf Straßen und Radwegen dringend angesagt“ – „Radweg plötzlich nur noch 1,90 Meter breit“
Kreuzung B 462 und B 3/36. Foto: Oliver Haungs

Baden-Baden, 15.05.2019, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Oliver Haungs Stellung.

Der Frühjahrsputz hat auch auf den Straßen und Radwegen begonnen. Dieser ist aufgrund meiner eigenen Recherchen auch dringend angesagt, da sich mancherorts die Einwachsungen an den Fahrbahnrändern sowie Humusablagerungen aus den Monaten zuvor sowie Schmutz und Abfall dort angesammelt haben. Begleitet werden diese eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten durch seitlich in die Fahrbahn hineinwachsende Sträucher, Hecken und Bäume, welche die Situationen stellenweise noch verschlimmern und durch zuweilen garstig große Dornen auch verletzungsgefährlich machen.

Diese Hausaufgabe wurde am Montagmittag an der Kreuzung B 462 und B 3/36 auf der Gemarkung Rastatt bis hin zur Brücke über den Federbach in Fahrtrichtung Muggensturm vorbildlich erledigt. Dort ragen überhaupt keine Zweige oder Äste mehr in die Fahrbahn und zusätzlich wurde die Fahrbahn von Graseinwachsungen und Humusrändern aus altem liegengebliebenem Laub der letzten Monate sowie von Schmutz gereinigt. Darüber hinaus hat man auch die Grasnabe deutlich zurückgestutzt, wie auf dem Bild zu sehen ist. Der Einsatz eines kleinen Baggers zeigt, welche Mengen an Grünzeug hier den Radelnden das Weiterkommen eingeschränkt und erschwert haben. Das ist ein gelungenes Beispiel für sorgfältige, verantwortungsvolle Pflege der Radwege.

Aber warum wurde auf dem Stück davor zwischen neuem Fahrradtunnel an der Karlsruher Straße und der Ampelkreuzung nicht ebenso gesäubert und geschnitten bis zur Kreuzung? Bei meinen eigenen Messungen der Ausmaße von Einwachsungen auf verschiedenen Radwegen ermittelte ich Werte von 5 cm bis hin zu 60 cm der Fahrbahnbreite. Das heißt ein Radweg, der geschaffen ist mit einer Breite von z. B. 2,5 m, damit sich zwei Fahrradgespanne mit Lastenanhänger und/oder Kinderanhänger gefahrlos im Gegenverkehr passieren können, ist plötzlich nur noch 1,90 m breit. Das bedeutet Kollisionsgefahr, da davon ausgegangen wird, dass die Fahrbahn, wie an anderen Stellen der Strecke, eigentlich 2.50 m breit zu sein hat.

Diese säubernde Vorgehensweise sei allen Kommunen aber auch Privatpersonen, deren Grundstücke an Radwege grenzen, dringend ans Herz gelegt und ins Lastenheft geschrieben, diese banal erscheinenden Dinge sehr ernst zu nehmen, wenn man es mit dem Umstieg aufs Fahrrad und der Verkehrssicherheit ernst meint. Eine gewissenhafte Instandhaltung und Sicherung ist essentiell und wichtig. Manche Kommunen nehmen diese Aufgabe sehr ernst und machen einen sehr guten Job, wohingegen andere noch deutliches Verbesserungspotenzial nach oben haben.

Hierzu passt das neue Motto des ADFC wortwörtlich und maßgeschneidert «Mehr Platz fürs Rad», das trifft auch für die durchgehende Nutzbarkeit der gesamten Fahrbahnbreite von Radwegen zu.

Oliver Haungs
ADFC Mitglied
Muggensturm


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