Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Horde von ca. 30 bis 40 männlichen Jugendlichen“ in Baden-Badener Innenstadt – „Pyrotechnik wahllos auf Passanten“

Baden-Baden, 03.11.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt eine goodnews4-Leser Thomas Kreuder Stellung.

Am vergangenen Samstagabend zog eine Horde von ca. 30 bis 40 männlichen Jugendlichen im Alter zwischen ca. 13 bis 15 Jahren durch die Baden-Badener Innenstadt und warf Pyrotechnik wahllos durch die Gegend und auf Passanten. Als diese Gruppe vom Leopoldsplatz in Richtung Kreuzstraße rannte, haben ein paar Passanten einen der Rädelsführer, der noch sein Feuerzeug in Händen hielt, aus der Gruppe gezogen und zur Rede gestellt. Allerdings zeigte dieser Jugendliche bei dieser Ansprache keinerlei Einsicht.

Nachdem sich die Situation beruhigt und die Jugendgruppe sich verzogen hatte, sah man dann ca. 15 Minuten später eine Streife der Polizei durch die Fußgängerzone der Luisenstaße patrouillieren, um sich möglicherweise zu vergewissern, dass sich die Lage dort beruhigt hat.

 

Als ich mich anschließend zu meinem Fahrzeug in der Nähe des Augustaplatzes begeben hatte, musste ich feststellen, dass sich das wilde Treiben und Böllern in diesen Bereich verlagert hatte. Dabei kam ich mit ein paar deutschen Jugendlichen ins Gespräch, welche mir mitteilten, dass sie von diesem Mob unter Einsatz von Pyrotechnik durch die Stadt gejagt wurden. Auch Frauen, die alleine in der Stadt unterwegs waren, teilten mir mit, dass sie durch die Situation extrem verunsichert waren.

Das von dieser jugendlichen Horde gezeigte Verhalten ist nicht als Jugendstreich abzutun. Hier bestand die Absicht, Menschen vorsätzlich mit Pyrotechnik zu verletzen. Bei Jugendlichen in diesem Alter sollte so viel Verstand vorhanden sein, dass dieses Handeln bereits einen Straftatbestand darstellt.

Leider muss man feststellen, dass diese Jugendlichen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus einem bildungsfernen migrantischen Milieu stammen, über keinerlei Erziehung verfügen und ihr Zuhause anscheinend keinerlei Werte und Anstand vermittelt. Schließlich sind Eltern für die Erziehung und Wertevermittlung verantwortlich und es drängt sich die Frage auf, ob diese Kinder bei solchen Eltern gut untergebracht sind. Die meisten Migranten kommen zu uns, um ein besseres Leben für sich und im Besonderen für Ihre Kinder zu ermöglichen und nutzen diese Chance. Wenn man dann bei manchen Kindern aus dieser Gruppe unserer Gesellschaft solche Verhaltensmuster feststellt, dürfte der Lebensweg dieser Heranwachsenden durch das erzieherische Versagen ihrer Eltern einen eher ungünstigen Verlauf nehmen.

Leider hat mal wieder die AfD durch solche Aktionen eine kostenlose Wahlwerbung erhalten, da die von dieser Partei gestreuten Narrative über Migranten wiederholt Nahrung erhalten hat.

Der große Teil der Migranten in unserer Stadt verhält sich unauffällig und akzeptiert unsere Werte. Allerdings müssen sie unter solchen öffentlichkeitswirksamen Aktionen von ein paar Chaoten aus ihrer Community leiden. Wünschenswert wäre, wenn die gut integrierten Migranten, jene, die bisher hier nur physisch angekommen sind, bei der Integration in unsere Gesellschaft unterstützen würden. Das kann nicht ausschließlich Aufgabe von diversen Organisationen in unserer Stadt, wie der Caritas oder dem kommunalen Integrationsbeauftragten, sein.

Und an unsere Polizei in Baden-Baden möchte ich gerne den Wunsch zum Ausdruck bringen, an Tagen wie Halloween, Silvester und allgemein in den Abendstunden an Wochenenden etwas mehr Präsenz in der Innenstadt zu zeigen. Denn, wenn solchen verhaltensauffällige Milleus erkennen, dass Sie unbehelligt ihr Unwesen treiben können, werden solche Ereignisse möglicherweise vermehrt unser Stadtbild prägen.

Thomas Kreuder
Baden-Baden


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