Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „In Baden-Baden fährt wieder die Bimmelbahn“ – „Aber was ist mit der Familie mit drei Kindern?“
Baden-Baden, 14.04.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Peter Kaminski Stellung zu dem goodnews4-Bericht Zwei neue Attraktionen in Baden-Baden – Lieber mit der Kutsche als mit dem Bähnchen – Kapitulation vor Besucheransturm am Merkur.
Kinder und auch Erwachsene freuen sich: In Baden-Baden fährt wieder die Bimmelbahn. Die 13 Kilometer lange Strecke führt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei bis hinauf zur Merkurberg-Talstation und wieder zurück in die Stadt. Zwecks Ankurbelung des in Baden-Baden stagnierenden Tourismus mit den im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten immer noch bescheidenen Besucher- und Übernachtungszahlen ist eine neue Attraktion wie das City-Bähnchen natürlich eine gute Idee ... wenn es da nicht diese bittere Pille gäbe:
Tickets für Erwachsene kosten 14 Euro. Für Kinder und Jugendliche zwischen vier und zwölf Jahren sind acht Euro zu berappen. Für Frau Waggershauser mit ihrem geschätzten Monatsgehalt von 16.000 Euro und auch OB Thomas Jung dürften diese Ticketpreise finanziell kein Problem darstellen. Aber was ist mit der Familie mit drei Kindern? Knapp über 50 Euro für die Fahrt mit der Bimmelbahn. Danach wollen die Kinder noch ein Eis, und anschließend fallen noch 10 Euro Gebühren in einem von Baden-Badens teuren Parkhäusern an. Wie sollen sich Familien angesichts von steigenden Mieten, Lebenshaltungskosten und Spritpreisen das heute noch leisten können?
Wenn das Rathaus unser Baden-Baden familienfreundlicher und auch wieder attraktiver für Touristen machen will, sollte es die Fahrten mit dem City-Bähnchen zur Hälfte des Preises oder zum symbolischen Preis von 1 Euro anbieten. Wenn die Stadt möchte, dass mehr Menschen unsere Stadt besuchen, und damit auch die Umsätze in Einzelhandel sowie Gastronomie und Hotellerie steigern, dann muss sie halt auch mal Geld investieren, um dem Besucher auch das ein oder andere preisgünstige touristische Angebot machen zu können. Hätte die Stadt auf die angeblich 60.000 Euro betragende Erhöhung des Jahresgehalts der Tourismus-Chefin Nora Waggerhauser verzichtet oder ein paar Personalstellen in ihrer ineffektiven und mit über 20 Mitarbeitern personell überbesetzten Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH gestrichen, dann wäre genug Geld für das Gehalt des Fahrers des City-Bähnle sowie den Unterhalt der Bahn vorhanden. Man hätte sogar noch genug übrig, um jedem mit dem Bähnle fahrenden Kind nachher mit einem Gutschein für eine kostenlose Kugel Eis im Capri oder einem anderen Eiscafé eine kleine Freude zu machen. Auf der Heimfahrt würden die Kinder dann sicher sagen: «Mama, nächstes Wochenende wollen wir wieder nach Baden-Baden Bimmelbahn fahren!»
Peter Kaminski
Baden-Baden
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