Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Jede Partei müsste verpflichtet werden, ihr Schattenkabinett vor der Wahl bekannt zu geben“
Baden-Baden, 19.02.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.
Nachdem es trotz erheblichem Widerstand endlich gelungen ist, mittels Wahlrechtsreform die Anzahl der untätigen, aber kostspieligen Jubelperser im Bundestag zu begrenzen, wäre nun die nächste einschneidende Maßnahme erforderlich, und zwar, wie von Sarah Wagenknecht gefordert, eine Expertenregierung, ein wirkliches Kompetenz-Kabinett bestehend aus integren, fachkundigen und unbestechlichen Persönlichkeiten. Dies steht zwar im Gegensatz zur Meinung des aktuellen Noch-Kanzlers, der eine wichtige Sonder-Konferenz von Staatschefs in Paris schon nach wenigen Stunden und noch vor Abschluss wieder verließ, um in einer unwichtigen Wahlsendung im TV dem Publikum zu verkünden, dass er z.B. beim Thema Renten sinngemäß alle Experten für unfähig hält und nur seine Meinung sei der richtige Weg zur Rentenstabilität.
Absolut richtig ist hingegen die Meinung von Frau Wagenknecht, wenn man hautnah miterlebt hat, welche Dilettanten in der Ministerriege Deutschland in den letzten Jahren zugrunde richten konnten.
Jede Wahlkampfpartei müsste verpflichtet werden, ihr Schattenkabinett schon vor der Wahl bekannt zu geben, damit sich der Wähler darüber informieren kann, wer die besten Fachleute aufbietet. Es ist nicht entscheidend wer von den Kanzlerkandidaten die wohlfeilsten Sprüche von sich gibt, sondern mit welchem Personal er die vielfältigen Probleme des Landes zu lösen gedenkt. Wer als Kompetenz nur die Busenfreundschaft zum Kanzler oder die langjährige Tätigkeit als Parteisoldat aufzuweisen hat, ist für ein Regierungsamt nicht geeignet, wie die aktuelle Situation ja eindeutig bewiesen hat.
Würden Sie einem Werbeblatt vertrauen, auf dem nur das Foto des Firmeninhabers abgedruckt ist und darunter steht «ich liefere Ihnen die schönste, frischest und beste Ware zum günstigsten Preis»? Glauben Sie das unbesehen und würden bestellen, oder wollen Sie sich doch lieber vor dem Kauf von der Qualität der Ware überzeugen? Warum also soll man irgendwelchen Sprachkünstlern unbesehen vertrauen, ohne dass deren Fähigkeit nachgewiesen ist?
Die nächste Bundesregierung hat Probleme vor sich, die selbst für Fachleute nicht so leicht zu lösen sind und dafür werden wirklich kompetente Persönlichkeiten benötigt und nicht inkompetente Schaumschläger mit wohlfeilen Sprüchen; die hatten wir schon zur Genüge. Wenn wir wieder so etwas bekommen, dann setzt eine Flucht aus Deutschland ein, und zwar nicht nur von Firmen, sondern auch von Privaten.
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
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