Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Jungen Baden-Badener Familien mit Kindern alles zumutet“ – „Aus welcher Schieflage sehen unser OB Späth und Herr Kaiser die Belange und Anliegen unserer Bürger???“
Baden-Baden, 30.07.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Rita Maria Hirsch-Ursinus Stellung zu dem goodnews4-Bericht «80 Flüchtlinge können jetzt in der Lilienmattstraße untergebracht werden» – Bürgermeister Roland Kaiser – «Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung» – «In den letzten zwei Jahren 3.600 Flüchtlinge aufgenommen».
Wow, Flüchtlinge in der Villa des ehemaligen Rotkreuz-Krankenhauses und unser Jugendamt sitzt immer noch hoffnungslos in einem Container neben den Flüchtlingscontainern im Rollfeld fest. Eine Schande für unsere Stadt. Doch die Verwaltung will einfach nichts unternehmen.
Schon vor Monaten hat der Verein FÜR BADEN-BADEN auf die missliche Lage des Jugendamtes hingewiesen das weit ab angesiedelt ist und für Familien ohne Auto nur beschwerlich erreichbar ist. Die Anregung unseres Vorsitzenden Matthias Hirsch in der Bürgerfragestunde einer Gemeinderatssitzung war, das Jugendamt in der Immobilie des ehemaligen Hotels Deutscher Kaiser unterzubringen, wodurch der Container, in dem das Jugendamt derzeit untergebracht ist, für Flüchtlinge frei und nutzbar wäre. OB Späth hat eine Prüfung zugesagt, aber wie wir erfahren haben, nie die Absicht dazu gehabt. Wieder nur eine leere Floskel.
Zwischenzeitlich wurde nicht nur das Hotel Kaiser für Flüchtlinge angekauft, sondern auch die Rotkreuz-Klinik vom KMB für Flüchtlinge angemietet. Das Hotel Abarin steht noch im Visier. Wie perfide erscheint doch die Tatsache, dass man den jungen Baden-Badener Familien mit Kindern alles zumutet kann, aber die Flüchtlinge vornehm in Altenheime und Villen einquartiert werden. Auch die berechtigten Ängste und Belange der Anwohner werden in dieser Stadt in keinster Weise berücksichtigt.
Wo sind die Parteien, die in Ihren Hochglanzbroschüren ihren Einsatz für jungen Familien schon seit vielen Jahren versprechen? So auch bei der Kommunalwahl. Die Wahrheit hinter diesen Versprechungen kann man in ihrer bisherigen Arbeit erkennen. Wir sehen nur einzelne kleine Parteien, die sich diesbezüglich für unser Anliegen stark machen. Wo sind die Versprechungen der Grünen? Meine kostenlose Empfehlung: Führen Sie Minister Lucha ins Rollfeld statt ins Rathaus! Oder befürchten Sie, dass er dann das Leuchtturmprojekt von Baden-Baden erkennen kann? Wo ist die SPD, die sich gerne noch immer noch als sozial darstellt. Ihr lauter Schrei nach Demokratie kostet kein Geld und keine Mühe. Der Schrei für mehr sozialem Engagement und Gerechtigkeit gegenüber unseren eigenen Bürgern schon. Keiner ist als Mitstreiter für unsere jungen Familien eingetreten!!! Beschämend!
Hoffnung setzen wir auf die neu gewählten Stadtratsmitglieder! Das sollte eines ihrer Anliegen sein! Wir rufen ihnen gerne zu: Machen Sie Dampf im Kessel, der Druck ist anscheinend noch nicht hoch genug! Jetzt kommt Ihre Zeit! Und lassen Sie sich vom Lokführer und Kesselmeister nicht durch lahme Floskeln und leere Versprechungen in die Irre führen und auf keinen Fall von Ihrer eigenen Partei ausbremsen. Stehen Sie für ihre Stadt und deren Bürger, die das letztendlich alles finanzieren und Ihre Unterstützung verdienen. Sie wurden schließlich von Ihnen gewählt. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg. Gott schütze Baden-Baden.
Rita Maria Hirsch-Ursinus
Neuweier
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