Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Kandidatur und Wahlkampf von Frau Wischhusen werfen weiter Fragen auf“ – „Einsicht in das Handelsregister beim Amtsgericht Walsrode“

Baden-Baden, 14.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Christian Schneider Stellung zu dem goodnews4-Bericht Öffentliche Bekanntmachung Stadt Baden-Baden – Zugelassene Bewerbungen zur Wahl des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin am 8. März.

Mit großer Überraschung entnehme ich der von den goodnews4 veröffentlichten Liste der OB-Kandidaten, dass Frau Wischhusen ihren Wohnsitz nach wie vor in Lilienthal bei Bremen hat. Auch aus der heutigen Einsicht in das Handelsregister beim Amtsgericht Walsrode ergibt sich, dass sie dort ansässig ist.

Hingegen führt sie auf ihrer Website aus, sie lebe mit ihrer Familie in Baden-Baden, ihrer «Wahlheimat». Melderechtlich ist dies als Hinweis darauf zu interpretieren, dass hier ihr Lebensmittelpunkt ist. Das hätte dann zur Folge, dass sie sich mit ihrem 1. Wohnsitz hier in Baden-Baden hätte anmelden müssen.

 

Diese Inkonsistenz in den Angaben wirft für uns Wähler Fragen auf. Das gilt im übrigen auch für den von ihr so bezeichneten «offiziellen Förderverein», mit dem sie auf ihrer Homepage um Spenden zur Unterstützung ihres Wahlkampfs bittet. Der Verein «Lencke Wischhusen für Baden-Baden» habe einen zweiköpfigen Vorstand aus «externen Personen». Nachdem dieser Verein offenbar nicht im Vereinsregister eingetragen ist, sollte Frau Wischhusen natürlich beantworten, wer denn diese Vorstandsmitglieder sind. Jenseits der formalen Betrachtung ist es in diesem Zusammenhang aber schon bemerkenswert, dass sie von der «Bunten» (!) als «reiche Erbin» beschrieben wird.

Und ohne kleinlich wirken zu wollen: Das von ihr auf ihrer Homepage als «Landtag Bremen» bezeichnete Parlament heißt richtig «Bremische Bürgerschaft». Von einer Oberbürgermeisterin müsste man schon etwas mehr formale Korrektheit erwarten.

Auf der politisch-kommunikativen Ebene stellt sich angesichts alles dessen insgesamt die Frage, wer sie denn eigentlich in ihrem Wahlkampf berät. Solche Schnitzer, wie hier nun offenkundig, dürfen einem versierten Kommunalpolitiker eben nicht passieren.

Christian Schneider
Bankdirektor a.D.
Baden-Baden


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