Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Kenntnisse über das organisierte Verbrechen in Baden-Baden? Bei Bürgermeister Kaiser Fehlanzeige“

Baden-Baden, 21.03.2022, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Tina Tischer Stellung zu dem goodnews4-Bericht «goodnews4 OB-Kandidaten-Runde» – Hier sieben Videos.

Bei der Kandidatenvorstellung zur Oberbürgermeister-Wahl im Maison Messmer wurde jeder der Kandidaten vom Moderator zu bestimmten Themen interviewt. Da im Wahlkampf sowohl bei Kandidaten als auch bei den Bürgern das Thema Sicherheit in Baden-Baden eine große Rolle spielt, lag es nahe, dass der amtierende Ordnungsamt-Bürgermeister Kaiser zu diesem brisanten Thema, bei dem ein Großteil der Bevölkerung offenkundig Defizite feststellt, vom Moderator gezielt befragt wurde.

Kaiser hatte auf keine der präzisen Fragen des Moderators eine konkrete, fachlich fundierte Antwort. Er fing an zu schwurbeln, zu lavieren & erging sich in Worthülsen. Es sei noch einmal erwähnt, dass Bürgermeister Kaiser der oberste Sicherheits-& Ordnungshüter in der Stadt Baden-Baden ist. Bei der Frage nach gewerbsmäßigem & bandenmäßigem Drogenhandel kam von Bürgermeister Kaiser keine Antwort. Er wusste nicht einmal, ob und in welcher Form es diesen in Baden-Baden überhaupt gibt. Nicht nur, dass er davon keine Ahnung zu haben schien, der Zuschauer hatte auch den Eindruck, dass Bürgermeister Kaiser an dem Thema kein Interesse zu haben scheint. Kenntnisse über das organisierte Verbrechen in Baden-Baden? Bei Bürgermeister Kaiser Fehlanzeige. Kenntnisse über Mafia-Aktivitäten in Baden Baden? Bei Bürgermeister Kaiser wieder Fehlanzeige.

Der Höhepunkt seiner öffentlichen Darbietung an Ahnungslosigkeit und Interessenlosigkeit kam als er vom Moderator nach seinen Informationsquellen und Kontakten im LKA (Landeskriminalamt Baden-Württemberg) befragt wurde. Hier gab Bürgermeister Kaiser unumwunden und noch dazu ohne sich dafür zu schämen zu, dass er keine Kontakte zum LKA habe und auch nicht wisse was die Ermittler des Landeskriminalamtes machen.

 

Es schien Bürgermeister Kaiser auch gar nicht aufzufallen, wie er viele der teilnehmenden Zuschauer mit dieser Aussage sprachlos im Publikum zurück lies.

Ist dieser Mann so naiv oder nur unfähig und interessenlos. Baden-Baden hat eine große Tradition, was das organisierte Verbrechen und Mafiaaktivitäten angeht. Die Polizei und das LKA haben hier auch in der Vergangenheit einen guten Job gemacht. Muss sich der oberste Ordnungshüter der Stadt nicht für deren Arbeit interessieren? Muss er hier nicht auch initiativ mit der Kriminalpolizei und LKA zusammenarbeiten? Sei es präventiv, vorrausschauend einerseits oder agierend, kooperativ andererseits. Nur mal halbherzig reagieren, wenn zufällig ein Polizeibeamter anruft und etwas von einem will, ist für einen Mann in dieser Position und Verantwortung entschieden zu wenig.

Die öffentliche Aussage von Bürgermeister Kaiser vor einem großen Publikum «Ich weiß nicht was das LKA in Baden-Baden macht und habe auch keine Kontakte zum LKA» reicht allein aus, um auf der Stelle seinen sofortigen Rücktritt als Bürgermeister zu fordern. Der Mann ist mit seiner Unkenntnis und Interessenlosigkeit ein Sicherheitsrisiko für die Bürger und muss in seiner Funktion schnell ausgetauscht werden. Mit dieser laxen Einstellung und fehlender Sachkenntnis zum Thema Sicherheit hat sich Bürgermeister Kaiser mitnichten für ein höheres Amt empfohlen.

Wichtig ist auch an dieser Stelle einmal anzumerken, dass die Übergriffe gegenüber Frauen in der Stadt in den 4 Jahren von Kaisers Amtszeit als Ordnungsamtsbürgermeister stetig zugenommen haben sollen. Interessiert sich Bürgermeister Kaiser hierfür überhaupt? Kennt er die echten validen Zahlen zu diesen Themen? Steht er im stetigen Austausch mit der Kriminalpolizei? Hat er eine Strategie erarbeitet, wie er möglicherweise seine zahlreichen Ordnungskräfte auch zum Schutze der Bürger und nicht nur zu deren Schikane einsetzen könnte? Wir wissen es nicht. Gesehen hat man in den 4 Jahren seiner Amtszeit davon nichts.

Nur Strafzettel schreiben, Blitzer aufstellen und die Gewerbetreibenden mit unfreundlichen Kontrollen seiner Ordnungshüter zu schikanieren ist entschieden zu wenig.

Die Sicherheit der Bürger muss für einen Oberbürgermeister Chefsache sein und er muss es auch den Bürgern zeigen , dass es Ihm damit ernst ist und er sich dafür engagiert.

Mit Freude & Respekt
Tina Tischer
Baden-Baden


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