Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt“
Baden-Baden, 19.07.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser BorisFernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht Armut und Baden-Baden passen nicht zusammen – Doch die Wirklichkeit spricht eine andere Sprache.
Dieses Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann gilt nicht nur für die ärmeren Länder des Globalen Südens, sondern auch für Deutschland und Baden-Baden. Der aktuelle Armutsbericht unserer am Rande der Pleite entlangtaumelnden Stadt offenbart erschreckende Zustände: 13,9 Prozent unserer Mitbürger sind auf existenzsichernde Leistungen angewiesen. Seit 2018 ist die Armutsquote von 8,5 auf 13,9 Prozent angestiegen. Zu dieser Gruppe gehören 1.303 Kinder und 2.620 Senioren. Besonders armutsgefährdet sind alleinerziehende Eltern. Senioren sind im Vergleich zu 2018 mit 16,8 Prozent nun fast dreimal so stark von Armut betroffen. Das sind die bekannten «Bilder der Schande»: Rentner, die bei Wind und Wetter Pfandflaschen sammeln müssen, um finanziell halbwegs über die Runden zu kommen.
Doch was unternehmen unsere Politiker auf Bundes- und Landesebene gegen diese untragbaren Zustände? NICHTS!!! Sie transferieren weiter unsere Steuergelder in fremde Länder: Millionen von Euro für Gender-Training in China und Kamerun – eine Milliarde Euro für klimafreundliche urbane Mobilität in Indien – fast 100 Millionen für Netzausbau und die Integration erneuerbarer Energien im rohstoffreichen und potentiell wohlhabenden Südafrika. Hunderte Milliarden von Euro gehen in Form von Waffensystemen oder als Geldleistungen an die Ukraine, um so den dort tobenden, brutalen Krieg zu verlängern. Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen aus Syrien, Afghanistan oder Afrika werden nach Deutschland geschleust. Das wird unsere Gesellschaft nach Berechnungen des Wirtschaftswissenschaftlers Bernd Raffelhüschen auf lange Sicht fast 6 Billionen Euro (also sechsmal das Sondervermögen von Herrn Merz) kosten.
Damit muss endlich Schluss sein! «Kümmert euch gefälligst erst mal um die ‚eigenen Leute‘, um unser Volk, bevor ihr die ganze Welt rettet. Schämt ihr euch denn überhaupt nicht für die von euch verursachte Armut in Deutschland?» Das müsste man dem Multimillionär Friedrich Merz und den Herren Klingbeil, Dobrindt, Habeck, Scholz und unserem grünen Landesvater Kretschmann täglich ins Gesicht schreien.
Die Alternative für Deutschland (AfD) dagegen fordert hier seit langem einen grundlegenden Politikwechsel. Alice Weidel hatte bereits 2018 der Regierung Merkel vorgeworfen, «hunderttausende illegale Einwanderer zu alimentieren, während für die eigene Bevölkerung immer weniger übrig bleibt». Nach ihren Worten sei «nur für unsere Rentner, die sich für unser Land verdient gemacht haben» nichts mehr da.
Boris Fernbacher
Baden-Baden
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
PDF «Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







