Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Mit allen Mitteln gegen diese unsinnige Krankenhausplanung ‚Am Münchfeldsee‘ wehren“

Baden-Baden, 20.09.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Klaus-Eckhard Walker Stellung.

Zunehmender Lärm ist in unserer Gesellschaft ein krankmachender Faktor. Nicht zuletzt aus diesem Grund wehren sich die Bewohner des Rastatter Stadtteils Münchfeld gegen den Bau eines neuen Zentralkrankenhauses am (noch) unmittelbar angrenzenden Rand ihres Wohngebietes.

Sicher ist: Es werden erhebliche neue Verkehre, veranlasst durch das neue Akutkrankenhaus, entstehen. Wie zu erwarten ist, wird die sog. Querspange hieran nichts ändern. Die einst als Umgehung des Wohngebietes Münchfeld gedachte Trasse wird und kann an dem Verkehr zu und von dem gedachten Zentralkrankenhaus nichts Gravierendes ändern. Die Flug-, Liefer-, Personal-, Kranken- und Besucherverkehre des ca. 700-Betten-Hauses mit angeschlossenen Praxen etc. müssen das Krankenhaus künftig auf möglichst direktem Weg erreichen. Wer dies nicht kann, wird im Wohngebiet parken.

Die ins Blaue hinein «Planenden» lassen in ihrer aktuellen Informationskampagne völlig außer Acht, dass das Klinikum schlussendlich seinen Standort nicht wie derzeit noch in einer Randlage fände, sondern mitten in einem (vergrößerten neuen) Wohngebiet in Rastatts Süden.

 

Die «Beschließenden» im Gemeinderat haben erkennen lassen, das an sich als Alternativstandort für den Bau des Zentralklinikums zur Verfügung stehende Gelände der ehem. Kaserne Merzeau an der L 75 (ehem. B 36) rund um das Klinikum mit einer Wohnbebauung zubauen resp. ergänzen zu wollen. Damit läge das Klinikum nicht mehr am Rand, sondern mitten im Wohngebiet. Die Lärmauswirkungen auf das und von dem Zentralklinikum, des Verkehrs, des Anlieferverkehrs etc. potenzierten sich. Die zu berücksichtigenden rechtlichen Anforderungen an den Bau eines Klinikums in einer solchen Lage werden geflissentlich ausgeklammert oder verschwiegen.

Die Vorgaben der immissionsschutzrechtlichen Vorschriften, mögliche gesundheitliche Auswirkungen des Lärms auf die Bewohner eines ganzen Stadtgebietes und evtl. anfallende zusätzliche Kosten für Lärmschutzmaßnahmen - sollte sich das Vorhaben überhaupt als planerisch zulässig erweisen - haben die träumenden Planenden und rücksichtslos Beschließenden wie so vieles andere auch bis dato nicht berücksichtigt oder ins Auge gefasst oder unterschlagen die gesundheitlichen Auswirkungen bewusst.

Ich wage die These: das neue Zentralklinikum inmitten (!!) eines neu geplanten Wohngebietes entlang der K75 / B 36 und des Münchfeldsees mit direkter Anbindung an den bestehenden Stadtteil Münchfeld macht krank. Wollen Sie das?

Ich kann Ihnen nur raten, sich mit allen Mitteln gegen diese unsinnige Krankenhausplanung am Münchfeldsee zu wehren und eine Offenlage aller Informationen und Auswirkungen des Zentralklinikums auf Mensch und Umwelt zu verlangen - bevor es geplant, errichtet und es zu spät geworden ist.

Wer ein Krankenhaus zeitnah und kostengünstiger errichten will, sollte das Klinikum auf Merzeau bauen.

Klaus-Eckhard Walker
Oberbürgermeister a. D.
Rastatt


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