Leserbrief

Leserbrief Meine Meinung“ – „OB Späth in Schuldenspirale gejagt“ – „Fraktionsführer von CDU und sogenannten Grünen janusköpfig und heuchlerisch“

Baden-Baden, 22.04.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Tina Tischer-Suphukhieo Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener Grüne und CDU schleichen sich aus der Verantwortung – Nun ist Oberbürgermeister Späth an allem schuld.

Zum goodnews4-Bericht vom Samstag, in dem über die Ratten, die das sinkende Schiff verlassen, berichtet wird, möchte ich folgendes anmerken:

Die beiden abgebildeten Fraktionsführer von CDU und den sogenannten Grünen kommen mit Ihrem Appell an OB Späth sehr janusköpfig und heuchlerisch daher. Gerade Ansgar Gernsbeck und die Fraktionsführerin der sogenannten Grünen sind doch die Gesichter der Überschuldung von Baden-Baden, die OB Späth mit Nachdruck in eine immer grösser werdende Schuldenspirale gejagt haben. Dass beide jetzt OB Späth allein den schwarzen Peter zuschieben, nach allem, was sie selbst zur Insolvenz Baden-Badens beigetragen haben, gewährt dem geneigten Beobachter einen tiefen Blick in ihren Charakter.

 

Mein Mitleid mit OB Späth hält sich natürlich in überschaubaren Grenzen. Späth erfährt nun am eigenen Leib, wie es ist, wenn einem Partner und Weggefährten verräterisch in den Rücken fallen, um einem die gut gewetzten Messer zwischen die Schulterblätter zu treiben. Kann man nun sagen, dass OB-Späth mit seiner eigenen Medizin kuriert wird? Diese Bewertung soll jeder für sich selbst vornehmen.

Zurück zu den beiden sich jetzt als verantwortungsvoll gerierenden Fraktionsvorsitzenden von CDU und den sogenannten Grünen. Beide hatten im Gegensatz zu OB Späth vor zwei Jahren gegen eine Nachhaltigkeitssatzung, welche quasi ein Schuldendeckel oder auch Schuldenbremse gewesen wäre, gestimmt. Ob bei Ansgar Gernsbeck die Motivation darin lag, dass er seine Freunde aus der CDU-nahen Bauwirtschaft möglichst üppig mit gut dotierten Aufträgen aus dem städtischen Füllhorn schuldenfinanziert ausstatten wollte, man WEISS es nicht. Bei den sogenannten Grünen, ideologiegetrieben und bürgerfern, WEISS man auch nicht, warum seinerzeit die Losung «Feuer frei, bei der Verschuldung bis der Arzt kommt» ausgeben wurde. Für den Betrachter ist eine politische Linie der sogenannten Grünen in Baden-Baden nicht erkennbar. Unbegabt, unehrlich und langweilig in den Personalien versucht man, die eigene Inkompetenz mit undemokratischen Interviewboykotten gegen die freie Presse unter den Teppich zu kehren.

Von OB Späth erwarten die beide Provinzpolitiker nun Gestaltung und Initiative. Ein hehres Ziel, nachdem beide vor nicht mal einem Jahr dem Späth'schen Schlendrian mit der Einführung des vierten Bürgermeisters Tür und Tor geöffnet haben. Seither ist er laut Organigramm quasi von allem befreit, was auch nur im geringsten etwas mit Arbeit zu tun hat. Das Späth'sche laissez faire ist in seiner Art in Deutschland einzigartig und kostet den Steuerzahler zusätzlich eine halbe Million jährlich für den vierten Bürgermeister und seine Mitarbeiter.

Damit aber nicht genug, haben die beiden Zauberer vor noch nicht mal einem Jahr OB Späth noch darin unterstützt, rund 70 zusätzliche Stellen in der Verwaltung einzuführen, obwohl beide wussten, dass OB Späth damit nur ein teures Chaos erzeugt, da er kein Personal managen kann. Jetzt fällt das Slapstick-Duo aus allen Wolken bei der Erkenntnis, dass die Personalkosten zu hoch sind.

Meine Prognose, was nun passieren wird, liegt auf der Hand.

OB-Späth ergreift natürlich überhaupt keine Initiative, denn das hat er noch nie getan. OB-Späth wird, wie so oft, auf sein altbewährtes Rezept vertrauen, um sich aus der Schusslinie zu bringen. Er wird einen fadenscheinigen Grund, für eine spesenfinanzierte Lustreise finden und danach einen Krankenschein wegen Burn-Out machen. Sinnstiftender wäre es gewesen, hätten die Fraktionsführer einen externen Untersuchungsausschuss zur Untersuchung der Korruption im Rathaus gefordert, denn es muss dringend im Interesse der steuerzahlenden Bürger aufgeklärt werden, wo die ganzen Millionen versickert sind.

Tina Tischer-Suphukhieo
Baden-Baden


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