Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – OB-Wahl in Baden-Baden – Analyse aller Kandidaten – Wischhusen, Arpaschi, Pana, Hertweck, Jung, Tammert, Rahner, Maisch
Baden-Baden, 13.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Christian Schneider Stellung zu dem goodnews4-Bericht Bürgermeister Krammerbauer zu seinem Kandidatur-Verzicht: «Ich bin mit mir im Reinen» – goodnews4-VIDEOS zur Wahlausschusssitzung.
Nun wissen wir also, welche Kandidaten am 8.3. auf dem Wahlzettel stehen. Wir Wähler überlegen nun, wem wir unsere Stimme geben.
Bislang haben wir uns – auch dank der guten Berichterstattung von goodnews4 – vor allem mit dem Werdegang, dem Hintergrund und den Zielen der zur Debatte stehenden (potentiellen) Kandidaten befasst. Für die Wahlentscheidung selbst bietet es sich nun an zu überlegen, was zu erwarten ist, wenn X oder Y zum OB gewählt wird.
Meine Prognose in der Reihenfolge der Wahlvorschläge auf dem Stimmzettel:
Lencke Wischhusen
Frau Wischhusen fällt durch sehr oberflächliche Vorschläge auf. Inhaltliche Impulse aus ihrer früheren politischen Tätigkeit sind nicht erkennbar. Ihr fehlen ein ernstzunehmender Bezug zu Baden-Baden sowie die nötige Detailkenntnis der örtlichen politischen Szenerie. Würde sie gewählt, wird in der CDU ein Streit darüber ausbrechen, warum man gerade diese Kandidatin hat unterstützen können. Wie in Bremen wird sich Frau Wischhusen als OB auch ebenso unangenehmen wie unbeantworteten Fragen zu ihrer Show-Tätigkeit oder der unklaren Verquickung familiärer und geschäftlicher Interessen ausgesetzt sehen. Alles keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Amtsführung.
Alexander Arpaschi
Herr Arpaschi ist seit 2021 Gemeinderat in Baden-Baden. Die inhaltlichen Herausforderungen der örtlichen Kommunalpolitik sollten ihm daher ebenso vertraut sein wie die politische Gemengelage. Im Fall seiner Wahl würden aber Investoren, Veranstalter von Kongressen oder Kulturschaffende eher Abstand zu ihm halten, um nicht mit einem AfD-Politiker in Verbindung gebracht zu werden. Das hätte wirtschaftlich und im Hinblick auf das Image der Stadt deutlich negative Auswirkungen. Falls z.B. mal wieder einer seiner Parteifreunde andernorts durch Vetternwirtschaft oder «Sieg Heil-Rufe» o.ä. auffällt, schlägt das gleich auf unsere Stadt durch.
Marius Pana
Mit Herrn Pana geht ein Kandidat ins Rennen, der aus seiner unternehmerischen Erfahrung fundierte Konzepte vorlegt und der in Baden-Baden verwurzelt ist. Als FDP-Mitglied verfügt er auch über die nötige politische Sensibilität. Falls er gewinnt, können wir also interessante Impulse für die Stadtentwicklung und die erforderliche politische Methodenkompetenz erwarten – und das angesichts seines Alters auch für mehr als eine Wahlperiode.
Stefan Hertweck
Auch Herr Hertweck hat im Wirtschaftsleben etwas aufgebaut. Zudem er ist in Baden-Baden zu Hause. Als Seiteneinsteiger wäre ihm als OB also zuzutrauen, dass er frischen Wind in die Kommunalpolitik bringt. Möglicherweise würde er aber von widerstreitenden politischen Interessen schnell paralysiert.
Thomas Jung
Herr Jung hat einen beachtlichen Werdegang im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorzuweisen, der ähnlich wie die Politik durch eine oft mühsame Gremienarbeit gekennzeichnet ist. Erkennbar hat er sich auch eingehend mit Lösungsmöglichkeiten für all die offenkundigen Herausforderungen der Stadt auseinandergesetzt. Als OB stünde er aber altersbedingt voraussichtlich nur für eine Amtszeit zur Verfügung, so dass er vermutlich relativ schnell in eine Art «lame duck-Rolle» mit nur geringer Wirkungskraft geraten könnte.
Günther Tammert
Herr Tammert kann aus seiner geschäftlichen Tätigkeit als Einzelhändler zweifellos damit wuchern, dass er sein Ohr an der Stimme der Bürger hat. Ob er über die nötige Kompetenz im Umgang mit dem politischen Meinungsstreit verfügt, bleibt offen. Als OB wird ihm danach voraussichtlich die nötige Durchsetzungskompetenz fehlen.
Jürgen Rahner
Auch Herr Rahner weiß, was in Baden-Baden ganz praktisch zu tun ist. Seine berufliche Erfahrung wird ihm als OB – bei allem Respekt vor der Arbeit der Polizei – aber sicher nur von begrenztem Nutzen sein. Wirtschaftliche und finanzielle Themen sind ihm weitgehend fremd. Zudem steht sein Lebensalter einer langfristig orientierten Arbeit im Wege.
Philippe Maisch
Herr Maisch bleibt inhaltlich überaus vage. Sicher wird er aus seiner geschäftlichen Tätigkeit gute Impulse geben können. Aber auch bei ihm steht mangels politischer Erfahrung zu befürchten, dass er als OB nicht die nötige politische Umsetzungskompetenz besitzt.
Christian Schneider
Bankdirektor a.D.
Baden-Baden
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