Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Oberbürgermeister von Baden-Baden liefert keine überzeugenden Beweise“ – Für „Oberbeuern, Geroldsau und Bühlertal ist Rastatt zu weit entfernt!“
Baden-Baden, 11.05.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Dr. Winfried von Loga Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener OB Späth unerschütterlich für Klinikstandort in Rastatt – «Allerbeste Lösung für die Menschen in Mittelbaden, in Baden-Baden» – «Ob ein Kilometer weiter links oder rechts, darf den Patienten nicht so wichtig sein».
In seinem neusten Interview wirbt der Oberbürgermeister von Baden-Baden intensiv für die Verbesserung der medizinischen Versorgung seiner Stadt. Er liefert jedoch keine überzeugenden Beweise für seine Behauptungen und stützt sich stattdessen auf seine Intuition, was in der Krankenversorgung unangebracht ist.
Der geplante Krankenhaus-Komplex in Rastatt wird nach neuesten Schätzungen nahezu 700 Millionen Euro kosten, wobei die endgültigen Kosten noch unklar sind. Als langjähriger Notarzt in Baden-Baden halte ich es für wichtig zu betonen, dass die geografische Lage eines Krankenhauses im Notfall entscheidend sein kann, da jede Minute zählt. Dies betrifft vor allem Patienten aus entlegenen Gebieten wie dem hinteren Murgtal, Oberbeuern, Geroldsau und Bühlertal. Rastatt ist hier zu weit entfernt!
Es gibt Bedenken hinsichtlich der Objektivität der bisherigen Kostenschätzungen und Gutachten, da diese einseitig beauftragt wurden. Der Verlust der Stadtklinik Baden-Baden im Jahr 2004 als Zentralkrankenhaus zugunsten des Verbunds Klinikum Mittelbaden hat nachweislich die medizinische Versorgungsqualität der Stadt beeinträchtigt. Auch der Wettbewerb mit dem Klinikum Mittelbaden hat zur Schließung der DRK-Klinik geführt.
Die Exklusivität der medizinischen Versorgung der ehemaligen Stadtklinik Baden-Baden hat schon vor Jahren die Bühlerhöhe übernommen.
Der geplante Standort des neuen Krankenhauses in Rastatt wirft Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der Attraktivität für qualifiziertes medizinisches Personal und der Vorteile gegenüber anderen Krankenhäusern in der Region wie Kehl, Lahr oder Offenburg. Die Wahl des Standortes scheint mehr von lokalen Interessen als von objektiven medizinischen Notwendigkeiten geleitet zu sein, was nicht im Interesse der Bürger unserer Stadt ist.
Es ist bedauerlich, dass in diesem Entscheidungsprozess lokale Interessen und nicht sachliche Erwägungen im Vordergrund stehen.
Dr. Winfried von Loga
Baden-Baden
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