Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Ort zum Chillen gesucht" – „Vielleicht einen Shuttleservice, der alkoholisierte oder bekiffte Jugendliche nach Hause bringt?“

Baden-Baden, 14.03.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener Jugendliche suchen Ort zum Chillen – Engelswiese beim Neuen Schloss im Visier – «WLAN, Steckdosen und ein Snackautomat».

Einem Artikel (goodnews4 vom12.03.2025) war zu entnehmen, dass Jugendliche einen stadtnahen Ort zum Chillen suchen. Dieser Wunsch findet bei der Stadtverwaltung reichlich Gesprächspartner, gibt es doch neben der Jugendkonferenz ein Jugendforum und einen Jugendhilfeausschuss. Gewünscht wurde neben einer ruhig gelegenen Örtlichkeit natürlich auch eine entsprechende Ausstattung mit Überdachung, Sitzgelegenheiten, Müllbehältnissen, WLAN, Steckdosen und ein Snackautomat. Sonst noch was? Vielleicht einen Shuttleservice, der alkoholisierte oder bekiffte Jugendliche nachhause bringt?

 

Bei allen vorgetragenen Wünschen und den entsprechenden vagen Zusagen der Stadtverwaltung suche ich in diesem Artikel vergebens den Hinweis, wer für Ordnung und Sauberkeit auf dem Chillplatz sorgt. Bleibt wieder alles an der Stadtreinigung hängen, oder sind die um Forderungen nicht verlegenen Jugendlichen in der Lage dies selbst zu übernehmen? Auch ist von einem Ansprechpartner für erboste Anwohner nirgends etwas zu lesen, und diesen Ärger wird es mit Sicherheit geben, wenn das betreffende Grundstück an ein Wohngebiet angrenzt. Denn chillen kann man scheinbar am besten, wenn man seinen Ghettoblaster voll aufdreht. Hinsichtlich der Kosten hält sich die Stadtverwaltung ebenfalls bedeckt und verweist schlussendlich auf Spenden.

Es gäbe jedoch speziell für die Jugend auch wesentlich günstigere und sinnvollerer Alternativen. Die Jugendlichen könnten statt sich vom anstrengenden Sitzen in den Schulen durch Chillen zu erholen auch einer sportlichen Betätigung nachgehen und diese in einem der zahlreichen Vereine der Umgebung ausüben. Möglichkeiten gibt es viele, angefangen von der körperlichen Betätigung beim Fußball in der Leichtathletik oder im Kampfsport oder in einem der besten deutschen Schachvereine sein geistiges Potential abrufen. Bald wird hoffentlich auch wieder das sogenannte Dienstjahr eingeführt und auch damit bieten sich vielerlei Gelegenheiten sich entsprechend zu betätigen. Dann erledigen sich moderne Themen wie «Chillen» von alleine.

Wolfgang Holstein
Baden-Baden


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