Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Seit Übernahme des Badischen Tagblatts durch die BNN ist es mit der Ausgewogenheit vorbei“
Baden-Baden, 20.06.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Matthias Hirsch Stellung.
«Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.» Wie das KMB und die BNN ein ganzes Bürgerbegehren untergraben.
Was sich die Klinikum Mittelbaden gGmbH (KMB) und die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) derzeit erlauben, ist nicht nur ein journalistisches Armutszeugnis – es ist eine Gefahr für die demokratische Meinungsbildung in unserer Stadt.
Es wird manipuliert, geschwiegen, zensiert und einseitig berichtet. Und das alles im Namen eines Milliardenprojekts, das Baden-Baden ruinieren könnte.
BNN: Presseorgan oder Sprachrohr?
Seit der Übernahme des Badischen Tagblatts durch die BNN ist es mit der Ausgewogenheit vorbei. Leserbriefe, die sich für das Zentralklinikum in Baden-Baden aussprechen, werden systematisch ignoriert oder zensiert. Pressemitteilungen und Veranstaltungshinweise pro Bürgerentscheid? Nicht veröffentlicht. Stattdessen reiht sich ein Kommentar nach dem anderen gegen ein JA zum Bürgerentscheid – während sich die BNN-Redakteure Holzmann und Rudolphi als Stichwortgeber für das KMB aufführen.
Das hat mit Journalismus nichts mehr zu tun – das ist gezielte Meinungssteuerung.
Man fragt sich: Wem dient das BNN noch? Der Information der Bürger? Oder den wirtschaftlichen Interessen eines Landkreises, der mehr Leser und mehr Anzeigenkunden bietet als der Stadtkreis? Was wiegt mehr: Wahrheit oder Werbebudget oder sogar ganz andere Interessen?
KMB: Klinikleitung oder Kampagnenzentrale?
Auch das KMB hat längst jegliche Neutralität abgelegt. Wer in einer GmbH, die beiden Trägern gehört – Stadt und Landkreis – so einseitig Partei ergreift wie aktuell, der missbraucht seine Position.
Der medizinische Geschäftsführer Dr. Iber hat sich früh für den Standort Rastatt ausgesprochen. Warum? Fragen darf man sich das schon – besonders wenn gleichzeitig seine Vergütung um 80.000 Euro erhöht wird, während das Haus Millionen-Defizite schreibt. Ob das Zufall ist? Oder nur ein weiterer «fader Beigeschmack»?
Noch schlimmer: Die angeblich überwältigende Unterstützung der Mitarbeitenden für den Münchfeldsee-Standort basiert auf fragwürdigen Methoden. Wir hören täglich das Gegenteil: von Klinikpersonal, das unter Druck steht. Von Ärztinnen, Pflegern, Verwaltungskräften, die Angst haben, offen zu reden. Die Stimmung ist miserabel – doch wer Zweifel äußert, hat Angst vor Konsequenzen.
Fakten, die bewusst verschwiegen werden
– Ein Zentralklinikum in Baden-Baden mit den gleichen modernen Arbeitsbedingungen ist realisierbar
– Am Klinikstandort am Münchfeldsee ist kein direktes Parkhaus geplant.
– Ohne Querspange, keine echte Verkehrsanbindung – weder für Mitarbeitende noch für Patienten.
– Schlechte ÖPNV-Anbindung, keine Bushaltestelle direkt am Haus am Münchfeldsee._
– Die hohen Kosten eines Zentralklinikums am Münchfeldsee gefährden das ganze Projekt
– Ein Zentralklinikum in Baden-Baden, kann schneller und günstiger gebaut werden und schafft die gleichen modernen Arbeitsbedingungen
– Und: Ein Viertel der Arbeitsplätze im Klinikum soll durch das Zentralklinikum abgebaut werden.
Wissen das alle Mitarbeitenden, die heute für ein NEIN werben? Oder wird ihnen bewusst etwas verschwiegen?
Baden-Baden zahlt doppelt
Ein Zentralklinikum in Baden-Baden wäre günstiger, schneller realisierbar und deutlich nachhaltiger. Doch stattdessen betreibt das KMB aktiv Kampagnen gegen die eigene Trägerstadt – ein Vorgang, der einmalig und skandalös ist.
Dass Baden-Baden seine Kreisfreiheit verlieren könnte, wenn das Projekt Münchfeldsee durchgezogen wird, ist eine reale Gefahr. Damit verbunden: der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung. Und das alles, um ein überteuertes, schwer erreichbares Krankenhaus zu bauen, das wir uns finanziell nicht leisten können?
Worum es wirklich geht
Beim Bürgerentscheid am 29. Juni geht es nicht nur um einen Klinikstandort. Es geht um die Frage, ob wir als Bürger uns noch Gehör verschaffen können – oder ob Großprojekte, Medienmacht und wirtschaftliche Interessen über unseren Köpfen hinweg entscheiden dürfen.
JA zum Zentralklinikum in Baden-Baden.
Weil wir unsere Stadt, unsere Arbeitsplätze und eine bezahlbare Gesundheitsversorgung nicht kampflos aufgeben dürfen.
🗳 Stimmen Sie mit JA – für Vernunft, Fairness und unsere Zukunft.
Matthias Hirsch
Baden-Baden
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