Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – SPD-Landeschef Andreas Stoch im goodnews4-Wahl-Talk – „Die AfD verrät deutsche Interessen“

Baden-Baden, 22.12.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Sascha Zimny Stellung zu dem goodnews4-Bericht SPD-Landeschef Andreas Stoch im goodnews4-Wahl-Talk – Zur Reise von Markus Frohnmaier in die USA: «Die AfD verrät deutsche Interessen».

Der selbst im Ländle kaum bekannte Andreas Stoch, Spitzenkandidat der SPD im kommenden Landtagswahlkampf, stellte sich auf goodnews4 im Interview den Fragen von Christian Frietsch. Dabei wurde er auch gefragt, ob man Markus Frohnmaier, dem Spitzenkandidaten der Alternative für Deutschland (AfD), «momentan die Rolle überlassen würde, in Amerika für Baden-Württemberg ein Gesicht abzugeben und vielleicht das Schlimmste zu verhindern». Darauf antwortet Herr Stoch, dass die AfD sich «vor den Mächtigen in den Staub werfen» und «deutsche Interessen verraten» würde.

Dazu muss man anmerken, dass es ein vollkommen normales und von Vertretern aller Parteien seit Jahrzehnten gepflegtes Vorgehen ist, zu Gesprächen in andere Länder und auch die USA zu reisen. Ob man Donald Trump und seine Politik nun mag oder nicht – die USA bleiben eine Weltmacht, von der wir Deutsche in vielfacher Hinsicht abhängig sind und zu denen wir Gesprächskanäle offen halten müssen. Bundeskanzler Friedrich Merz ist im Juni nach Washington gereist. Auch CDU-Politiker wie Ministerpräsident Hendrik Wüst oder Norbert Röttgen waren kürzlich in den USA, um Beziehungen zu pflegen und über politische Themen zu sprechen. Viele deutsche Politiker wie Friedrich Merz, Sigmar Gabriel oder Volker Rühe sind Mitglieder der einflussreichen deutsch-amerikanischen «Atlantik-Brücke» und reisen in dieser Funktion auch öfters in die USA. Niemals ist jemand wie Herr Stoch auf die Schnapsidee gekommen, diese Politiker wegen ihrer Besuche in den USA als «Verräter an deutschen Interessen» zu diffamieren.

 

Die SPD hat sich in den letzten Jahren leider vom bewährten Werkzeug diplomatischer Gespräche verabschiedet. Mit Russland spricht man gar nicht mehr und den US-Präsidenten Trump beschimpft man lieber anstatt direkt mit ihm zu reden und frönt dabei dem altbekannten Antiamerikanismus der SPD: Die ehemalige SPD-Ministerin Andrea Nahles bezeichnete Donald Trump 2018 als «Feigling» und «Lump». Außenamt-Staatsminister Michael Roth von der SPD beschimpfte Trump als «Rassisten» und Sigmar Gabriel nannte ihn «autoritär» und «chauvinistisch». Wer den amtierenden US-Präsidenten so unqualifiziert diffamiert, braucht sich nicht wundern, wenn die Beziehungen zu unserem wichtigsten Bündnispartner und wichtigen Handelspartner USA immer schlechter werden. Mit diesem pubertären Gepöbel begehen Politiker der SPD wirklich «Verrat an deutschen Interessen».

Markus Frohnmaier dagegen handelt wie der Bürger es von einem verantwortungsvollen Politiker erwartet: Mit seinem Besuch in den USA hält er die Gesprächskanäle zur amerikanischen Politik und Gesellschaft offen, was besonders in Zeiten einer immer größer werdenden Entfremdung zwischen Europa und den USA besonders wichtig ist.

Sascha Zimny
Baden-Baden


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