Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „SPD-Stadtrat Sven Bohnert hat zur Frage der Städtepartnerschaften mit Menton, Jalta und Sotschi Haltung gezeigt“
Baden-Baden, 02.04.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Holger Nagel Stellung zu dem goodnews4-Bericht Auch Baden-Badener SPD-Stadtrat Sven Bohnert für Zusammenarbeit mit Alexandra Masson – «Gleichzeitig gibt es rote Linien».
SPD-Stadtrat Sven Bohnert hat zur Frage der Städtepartnerschaften mit Menton, Jalta und Sotschi Haltung gezeigt. Die Partnerschaft zum französischen Menton befürwortet er. Die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Jalta und Sotschi dagegen lehnt er «vor dem Hintergrund eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges und der geltenden europäischen Sanktionslage» gegen Russland ab. Leider findet der AfD-Fraktionsvorsitzenden Kurt Hermann im Interview mit goodnews4 nicht zu solch einer klaren Haltung gegenüber dem Aggressor Russland. Er hat nichts gegen Beziehungen zu den beiden Städten am Schwarzen Meer einzuwenden. Seine Aussagen zeugen entweder von großer außenpolitischer Unkenntnis oder versteckten Sympathien für das autokratische Unrechtsregime des Kriegsverbrechers Putin. Aber damit steht Herr Hermann innerhalb der als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuften AfD ja nicht alleine da:
Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla verstieg sich in einem Interview zu der albernen Aussage «mir hat er (Putin) nichts getan». Gewiss hat Putin Herrn Chrupalla persönlich nichts getan. Warum sollte er Herrn Chrupalla als «verlängerten Arm des Kreml» in Deutschland auch was antun? Dass Putins Schlächter in der Ukraine Völkermord begehen, scheint für Chrupalla kein Problem zu sein. Der sächsische Malermeister Chrupalla stellte auch noch die absurde These auf, dass von Polen die gleiche Gefahr ausgehe wie von Russland. Auch andere AfD-Politiker beteiligen sich an der Verharmlosung von russischen Kriegsverbrechen und Putins Diktatur: So lobte die Hamburger AfD-Politikerin Olga Petersen die Wiederwahl von Putin als «freie und faire Wahl». Auf AfD-Stammtischen wird Putins diktatorisches Regime häufig als Verbündeter im Kampf gegen einen angeblich degenerierten Westen und Verteidiger vorgeblich christlicher Werte verherrlicht. Auf die Frage, wie die Bombardierung und Ermordung tausender ukrainischer Zivilisten durch Putins Soldateska mit christlichen Werten vereinbar sein soll, bekommt man von Mitgliedern der AfD aber keine Antwort.
Politiker der AfD reisen auf Einladung und Kosten von Putins Einheitspartei Jedinaja Rossija zu Wirtschaftsgipfeln oder anderen Gesprächen nach Russland und geben den Staatsmedien gefällige Interviews. Zurück in Deutschland werden dann gehorsam Putins Narrative unters deutsche Volk gestreut. Ganz für umsonst werden die Vertreter der AfD diese Vasallendienste für Putin und seine Schergen wohl nicht machen. AfD-Politiker wie Peter Bystron und Maximilian Krah stehen in dringendem Verdacht illegale Zahlungen aus russischen Quellen erhalten zu haben.
Vom AfD-Gemeinderat Kurt Hermann haben wir noch nie auch nur ein einziges Wort der Distanzierung von Putins Diktatur, dem russischen Angriffskrieg oder den bestialischen Verbrechen der russischen Truppen in der Ukraine in der Presse gelesen. Sind ihm die Menschen in der Ukraine und das Völkerrecht gleichgültig? Oder hegt es insgeheim doch Sympathien für den ohne Recht und Gesetz autokratisch regierenden Putin?
Holger Nagel
Baden-Baden
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