Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Städtepartnerschaft mit Jalta über 20 Jahre sehr gut gelungen bis 2014“ – „1954 vom damaligen Präsidenten Chruschtschow ‚zwangsukrainisiert‘“

Baden-Baden, 01.04.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Gérard Ell Stellung zu dem goodnews4-Bericht AfD gibt Kurs für Baden-Baden vor – Fraktionschef Kurt Hermann: «Verbindungen und Kontakte zu unseren Partnerstädten müssen weitergehen».

Im Zusammenhang mit der Wahl der neuen ersten Bürgermeisterin Alexandra Masson in Menton, einer der Städtepartnerschaften Baden- Badens, scheint im Gemeinderat eine neue Diskussion über Baden-Badens Städtepartnerschaften, im Besonderen über die «auf Eis liegenden» aufgekommen zu sein. Interessant ist für mich, welche Positionen Stadträte der verschiedenen Parteien vertreten. Dabei sollte mehr Wert auf den Sinn einer solchen Partnerschaft gelegt werden, nämlich partnerschaftlich im Sinne der Völkerverständigung aktiv zu werden. Das ist uns, was die Städtepartnerschaft mit Jalta betrifft, über 20 Jahre sehr gut gelungen bis 2014. Dann wurden diese beiden Städtepartnerschaften mit Jalta und Sotchi «auf Eis gelegt».

 

In den vergangenen Jahrzehnten konnte ich bei meinen über 30jährigen Kontakten mit der Bevölkerung der Krim folgendes feststellen: Die Krim wurde in einer Nacht- und Nebelaktion 1954 vom damaligen Präsidenten Chruschtschow «zwangsukrainisiert». Da hatte die Bevölkerung keine Möglichkeit, in einem Referendum gegen diese Zwangsmaßnahme zu stimmen. Mir wurde Jahr für Jahr bei unseren Städtereisen mitgeteilt, dass die Krimbewohner seit Katharina der Großen «echte Russen» waren und zur Zeit der Zwangszugehörigkeit der Ukraine finanziell unter Kiew sehr zu leiden hatten. Deshalb war 2014 klar, wie die Abstimmung in einem vorgesehenen Referendum ausfallen würde: Über 90 Prozent der Krimbewohner sprachen sich mit diesem Abstimmungsergebnis für die Zugehörigkeit zu Russland aus. Nach meinen Unterredungen mit Krimbewohnern – zwei Jahre nach der Abstimmung – ließen sie mich wissen, dass sie ihre Abstimmung nie bedauern, da sich ihr Leben sehr positiv entwickelt habe, zum Beispiel: höhere Renten, Krankenversicherung, höhere Einkommen, korrekte Behandlung von Seiten der Regierung etc…. Die Bewohner der Krim hatten die Gelegenheit im Gegensatz zu 1954 in einem demokratischen Verfahren für die Angliederung an Russland zu entscheiden.

Diese «historische Mitteilung» sollten die Baden- Badener Stadträte in ihre künftigen Überlegungen einbeziehen.

Da meine Frau und ich unsere Kontakte bis heute mit unseren Freunden auf der Krim pflegen, bringen wir zum Ausdruck, dass wir mit den Menschen auf der Krim, im Besonderen in Jalta, verbunden sind und bleiben.

Gérard Ell
Baden-Baden


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