Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Städtische Betriebe wie Tourismus GmbH und Events GmbH müssen notfalls geschlossen werden“ – „Für sinnvolle Projekte wie Schulen, Kindergärten, Sport und Kultur“

Baden-Baden, 04.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.

Wer die Wahlwerbungen der Kandidaten für die OB-Wahl in Baden-Baden liest, dem müsste sich, sofern es sich um einen logisch denkenden Menschen handelt, der Magen umdrehen. Diese leeren Versprechungen sind unter aktuellen Bedingungen nicht erfüllbar. Ich bin bereit, darauf jede Wette anzunehmen!

Um an der finanziellen Misere in Baden-Baden etwas zu ändern, wären einschneidende Maßnahmen erforderlich. Zum Beispiel müsste der Umfang der städtischen Angestellten und Beamten um mindestens 30 Prozent reduziert werden. Damit aber die Verbleibenden mit der Bearbeitung klarkommen, müssten viele unsinnige Dienstleistungen für die Bevölkerung gestrichen oder zumindest reduziert werden. Jeder Bürger ist für sich selbst verantwortlich und kann nicht wegen jedem Furz auf städtische Dienstleistung pochen. Ebenso müssten alle städtischen Beteiligungen und Betriebe einer rigorosen Überprüfung unterzogen werden. Wenn beispielsweise städtische Betriebe wie die Tourismus GmbH, die Events GmbH und andere nur Verluste schreiben, dann müssen diese verkauft, privatisiert oder notfalls geschlossen werden.

 

Ein einziges Beispiel genügt, um zu belegen, dass städtische Dienstleistungen wesentlich teurer sind als eine Fremdvergabe, und zwar die Müllabfuhr. Jeder Haushalt verfügt über Abfalltonnen für Restmüll, Biomüll, Plastik und Papier. Die Leerung der Tonnen für Plastik und Papier ist fremdvergeben, Restmüll und Biomüll werden von der Stadt entsorgt. Die Tonnen für Plastik und Papier müssen von den Hausbesitzern an den Straßenrand gestellt werden, während die Tonnen für Restmüll und Biomüll von städtischen Mitarbeitern an den Straßenrand gezogen werden. Der Entsorger für Papier und Plastik kommt mit 2 Mann Personal aus, dem Fahrer und dem Leerer. Die Stadt benötigt 5 (i.W. fünf) Personen für diese Arbeit; ein Vorläufer, der die Tonnen an den Straßenrand stellt, einen Fahrer, zwei Leerer und einen Nachläufer, der die Tonnen wieder zurückstellt. Muss dieser Personalaufwand wirklich sein? Nein, die Hausbesitzer können auch diese beiden Tonnen selbst an den Straßenrand stellen und dann wären zumindest 2 Mitarbeiter gespart. Und dies ist nur ein Beispiel für den aufgeblähten Städtischen Apparat.

Und so ließen sich, wenn man ins Detail geht, Millionen über Millionen sparen und es bestünde Hoffnung, Baden-Baden wieder zu dem Glanz zu verhelfen, den es einmal hatte. Ich bin überzeugt, dass die Bevölkerung bereit ist Einschnitte hinzunehmen, wenn diese GERECHT verteilt sind und der städtische Selbstbedienungsladen in der jetzigen Form geschlossen wird. Andererseits müssten Einrichtungen, die dem Namen einer Kurstadt gerecht werden sollen, entsprechend überprüft und gefördert werden.

Fazit: alles, was die Stadt an Leistungen nicht unbedingt erbringen muss, wird privatisiert oder geschlossen. Ist eine/r der Kandidaten für den OB-Posten bereit, diese unbedingt erforderlichen Maßnahmen durchzuführen??? Ich wette NEIN, weil keine/r das persönliche Format dazu hat. Sollte es jedoch dem oder der künftigen Oberbürgermeister/in tatsächlich gelingen, die unsäglichen Geldvernichtungsmaschinen der Stadt zu eliminieren, dann würden sich sicher auch Mäzene und Sponsoren (Private und Firmen) finden, die sinnvolle Projekte, wie Schulen, Kindergärten, Sportstätten, Kultur- und Kurbereiche etc., finanziell unterstützen.

Martin Müller-Petersen
Baden-Baden


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