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Leserbrief „Meine Meinung“ – „Umweltapostel der Grünen um Sabine Ilding-Dihlmann vollkommen inaktiv“ – „Vorschläge von SPD/Die Linke sind durchdacht“

Baden-Baden, 30.07.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Julia Klarsfeldt-Höhn Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener SPD und Die Linke machen die Arbeit der Grünen – «Wenn der eigene IQ bei 40 liegt, reichen auch keine 40 Grad Außentemperatur».

Die Fraktion von SPD/Die Linke übernimmt mit ihrem Antrag zur Verlegung klimawirksamer Pflasterbeläge bei den Themen Umweltpolitik und Schutz der Gesundheit der Bürger entschlossen die Führungsrolle. Dass von der CDU und den Klimawandelleugnern der AfD auf diesen Politikfeldern nichts kommt, verwundert kaum jemand. Erstaunlicher eher, dass die Umweltapostel der Grünen um Sabine Ilding-Dihlmann auf diesem Feld auch vollkommen inaktiv sind. Dabei sind die Probleme dringend: Selbst die Erreichung der selbstgesteckten Klimaziele der Bundesregierung einer Minderung der Treibhausgasemissionen um bis zu 65 Prozent bis 2030 wird kurzfristig nichts an unserer Lebensrealität ändern: Hitze- und Trockenperioden mit 40 oder mehr Grad werden in den nächsten Jahren nicht seltener sondern eher häufiger auftreten. Zehntausende von Hitzetoten jedes Jahr werden die Folgen sein. Deshalb gilt es auch kommunal JETZT zu handeln:

 

Die Vorschläge von SPD/Die Linke zur Abkühlung unserer Städte sind durchdacht und setzen an bereits bestehenden Klimaanpassungskonzepten, der Stadtklimaanalyse 2021 sowie den Empfehlungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg an. Der Einsatz wasserdurchlässiger und verdunstungsaktiver Pflasterbelage bei künftigen öffentlichen Bauvorhaben und Straßenunterhaltungen kann die Temperaturen im städtischen Bereich deutlich senken, bietet zusätzlich Schutz bei Starkregenereignissen und entlastet die Regenwasserkanalisation. Städte wie Berlin, Hamburg oder Kopenhagen haben gezeigt, dass diese Maßnahmen erfolgreich sind. Stuttgart nutzt dies Prinzip im Bad Cannstatter Neubaugebiet Neckarpark. Eberswalde setzt bereits seit 2019 im Brandenburgischen Viertel auf ein Konzept von Entsiegelung und Regenmanagement zur Klimaanpassung. Auch in Nürnberg wird das Modell des Schwammstadt umgesetzt. Experten der Stadt Nürnberg gehen davon aus, dass eine Straße, in der regelmäßig 30 Grad Celsius gemessen werden, nach dem Umbau mit Hilfe des Schwammstadt-Prinzips die Temperaturen um bis zu 12 Grad Celsius sinken können. Deshalb muss nun auch die Stadt Baden-Baden die Vorschläge von SPD/Die Linke konstruktiv aufgreifen und zügig umsetzen.

Julia Klarsfeldt-Höhn
Gernsbach


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