Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Verteidigungsbereitschaft und Waffenbeschaffung" – „Was nützen modernste Waffensysteme, wenn niemand da ist, der sie bedienen kann“
Baden-Baden, 29.03.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.
Obwohl in Deutschland kaum Bereitschaft zur Verteidigung besteht, soll trotzdem die Verteidigungsbereitschaft wieder hergestellt werden und es wird dafür die enorme Summe von 500 Milliarden Euro an Krediten bereitgestellt. An Geld fehlt es also nicht, sondern an der Bereitschaft zur Verteidigung. Was nützen modernste Waffensysteme wenn niemand da ist, der sie bedienen kann. Erst wenn speziell Flugwaffen (Raketen, Drohnen etc.) von der «Stube» aus per EDV gesteuert werden können, finden sich wahrscheinlich auch wieder junge Menschen, die für diese Art von Kriegsführung zu begeistern sind. Als Kanonenfutter an der Front zu verenden, wie dies derzeit in der Ukraine praktiziert wird, mit insgesamt circa 1 Million Toten und Verwundeten auf beiden Seiten stellt jedenfalls keine erstrebenswerte Perspektive dar. Macht es unter diesen Voraussetzungen also überhaupt Sinn über die Beschaffung von Waffen nachzudenken. Und wenn ja, welche? Wie man im aktuellen Ukraine-Krieg beobachten kann, sind Raketen und Drohnen die wirkungsvollsten Waffensysteme um den Gegner platt zu machen und nicht die schweren US-Panzer die im Schlamm stecken bleiben oder die hochgepriesenen Leopard II-Panzer die von simplen Drohnen kampfunfähig geschossen werden.
Wer täglich die Bilder im TV verfolgt über die Vorgänge in der Ukraine, im Gaza-Streifen und früher in Syrien, der kann feststellen, dass die dortigen Kriege bisher keinen Sieger hervorgebracht haben. Zwar sind in vorgenannten Ländern ganze Landstriche zerbombt und die Menschen getötet worden, aber gesiegt hat bisher niemand. Weder Putin, noch Netanjahu noch Assad ist es trotz größter Bemühungen gelungen, den Gegner kampfunfähig zu machen. Also was soll der ganze Unsinn? Wäre nicht ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Will heißen, wenn schon Krieg, dann richtig, also mit Atombomben, dann ist Ruhe im Karton. Aber das will dann wahrscheinlich doch niemand und damit wären Kriege vermeidbar. Lösung für Deutschland: nicht viele Jahre lang sinnlos aufrüsten mit dann schon wieder überholten Waffensystemen, sondern ein eigenes Atombomben-Arsenal anlegen. Da der US-Präsident ja so gerne Deals abschließt, könnte man mit ihm über die Übernahme aller in Deutschland gelagerten US-Waffensysteme einschließlich der Atomraketen verhandeln. Damit wäre Deutschland ab sofort verteidigungsbereit und es gäbe neben Großbritannien und Frankreich eine dritte Atommacht in West-Europa. Eventuell mit Polen sogar eine Vierte. Das dürfte Herrn Putin dann vielleicht doch ins Grübeln bringen, denn Moskau und St. Petersburg sind von Deutschland aus mit Raketen schnell zu erreichen und noch leichter von Polen aus. Und für die USA und Deutschland wäre es eine Win-Win-Situation. Wir hätten sofortige Verteidigungsbereitschaft und die USA sparen sich die enormen Kosten die bei Auflösung der Garnison entstehen würden. Aber vielleicht sind dies nur die laienhaften Überlegungen eines Traumtänzers in Person des Schreibers, dem pensionierte hochverrentete Militärs ,die zwar noch nie einen Krieg mitgemacht haben, sicher aber erklären können warum Kriege mit unermesslichem Leid der Betroffenen durchgeführt werden müssen, statt sie kurz und schmerzlos zu erledigen, oder es einfach zu lassen.
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
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