Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Vieles ist irgendwie anrüchig, aber dennoch legal“ – „Beteiligung an diesem Sex-Portal“ – Zum Statement von SPD-Stadtrat Sven Bohnert
Baden-Baden, 19.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Boris Fernbacher Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB-Stichwahl in Baden-Baden – SPD-Stadtrat Sven Bohnert zählt Argumente auf – «Ich unterstütze weiterhin Thomas Jung».
Sehr geehrter Herr Bohnert, vielen Dank für Ihr mutiges Statement zur Beteiligung der OB-Kandidatin Lencke Wischhusen am Sextech-Unternehmen Beducated. Sie argumentieren für mich durchaus nachvollziehbar, dass «private Investitionen grundsätzlich legitim sind», es aber dennoch «erklärungsbedürftig sei, wenn eine Kandidatin für das höchste kommunale Amt gleichzeitig als Investorin in einem Geschäftsmodell auftritt, das explizit mit Intim- und Sexualinhalten arbeitet». Auch Ihrem Urteil, dass Frau Wischhusens Beteiligung an diesem Sex-Portal «mit Blick auf die repräsentative Rolle des Oberbürgermeisters einer traditionsreichen Kur-, Kultur- und UNESCO-Welterbestadt irritierend ist», schließe ich mich an.
Vieles ist irgendwie anrüchig aber dennoch legal, und bei Privatpersonen auch unbedenklich: In den Puff gehen – sturzbetrunken in der Kneipe hocken – ein Sex-Portal oder eine Spielothek betreiben – Wehrmachts-Devotionalien oder unseriöse Finanzprodukte vertreiben – in der Öffentlichkeit rülpsen und furzen – legale Steuerlöcher exzessiv nutzen … bei jemandem, der für ein hohes öffentliches Amt wie das des Oberbürgermeisters kandidiert und im Fall seiner Wahl später unsere Stadt auch öffentlich repräsentiert, sind solche Verhaltensweisen aber nicht angebracht und auch nicht tolerierbar. Baden-Baden hat einen international guten Ruf, den wir ja auch unter einem neuen OB bewahren wollen, oder? Frau Wischhusen hätte sich zumindest vor ihrer Kandidatur von ihrer Beteiligung an dem Sex-Portal Beducated trennen sollen, oder die Bürger wenigstens offen und transparent über diese Beteiligung informieren müssen.
Es stellen sich aber noch weitere Fragen: Wie steht die im Bundestag gegen Sexkauf kämpfende CDU und besonders die in ihren Moralvorstellungen eher konservativ bis reaktionäre Frauen Union zur Beteiligung der von der CDU unterstützten Lencke Wischhusen an einem Sex-Portal? Widerstrebt Frau Wischhusens Beteiligung an dieser Sex-Plattform nicht irgendwie den Moralvorstellungen von Cornelia Geiger-Markowsky, Margret Mergen oder Cornelia von Loga von der Frauen Union Baden-Baden? Dennoch unterstützt die Frauen Union Frau Wischhusens OB-Kandidatur. Dominiert hier in der CDU eine Doppelmoral? Auf diese Fragen wünschen sich viele Bürger von Baden-Baden sicher ehrliche Antworten der CDU Baden-Baden.
Boris Fernbacher
Baden-Baden
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.
2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.
3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.
4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.
5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.
6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.
7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.
9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







