Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Warum benötigt das 1. Programm 11 Intendanten für 2,68 Millionen Euro p.a.?“ – „Dort hüpfen Personen mit Kaffeetassen in der Hand herum, die niemand wirklich braucht“
Baden-Baden, 19.04.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.
Jedes Jahr folgt in schöner Regelmäßigkeit die Forderungen der Intendanten des ÖRR (Öffentlich Rechtlichen Rundfunks) nach mehr Geld für die Sender. Ebenfalls mit schöner Regelmäßigkeit wird dieses Ansinnen von der Gebührenkommission zurückgewiesen, und zwar zu Recht! Die Geldverschwendung im ÖRR kennt keine Grenzen mehr. Warum benötigt das 1. Programm, ARD 11 Intendanten für 2,68 Millionen Euro p.a., wenn das 2. Programm mit 1 Intendanten für 384.000,-. Euro p.a. auskommt? Würde man also 10 ARD-Intendanten rauswerfen, wäre schon mal eine enorme Ersparnis erzielt. Aber damit ist es ja nicht getan. Braucht eigentlich jemand unbedingt die Sendungen mit den hochbezahlten Personen Lanz (1,9 Mio. Euro p.a.), Lichter (1,7 Mio. Euro p.a.), Welke (1,2 Mio. Euro p.a.), Böhmermann (682.000 Euro p.a.), Miosga (570.000 Euro p.a.), Slomka (394.000 Euro p.a.) Cerne (382.000 Euro p.a.), Sievers (350.000 Euro p.a.). Und so geht es weiter und weiter und weiter und das Geld rinnt in den Abfluss, denn einen wirklichen sittlichen Nährwert haben alle diese Quasselbuden-Sendungen nicht. Aber der simple Zuschauer ist zufrieden und bezahlt mit seinen Gebühren die in Klammer gesetzten Gehälter, von denen die meisten von uns nur träumen können. Gegenüber diesen Gehältern ist der Bundeskanzler geradezu ein Hungerleider mit Mindestlohn.
Aber nicht nur die Spitzenverdiener seien hier angeprangert, nein auch die «normalen» Sendungsabläufe sprengen alle Grenzen. Viele Zuschauer kennen das Morgenmagazin, welches zeitgleich in ARD und ZDF ausgestrahlt wird. Dort hüpfen einige Personen mit Kaffeetassen in der Hand herum, die niemand wirklich braucht. Es handelt sich um den Moderator für den Sport und den Wetterfrosch. Beide haben eine minimale Sendezeit und erzählen jeweils alle halbe Stunde das gleiche, wobei der Sportmoderator auch noch von Außenreportern unterstützt wird. Dann folgt die Ablösung und weitere 2 Moderatoren werden tätig. Kurz, allein diese Null-Acht-Fünfzehn-Sendung bindet mindestens 10 Moderatoren und Außenreporter. Muss das sein? Nein, denn Sport und Wetter könnten auch vom Tagesschau-/Heute-Sprecher verlesen werden.
Aber damit nicht genug, beispielsweise in Sportsendungen war früher 1 Reporter am Mikrophon. Heute müssen es mindestens 2 sein, damit der eine sich nicht langweilt und wenn möglich, dann vielleicht auch noch zusätzlich ein ehemaliger Spitzensportler, der sich zur Aufbesserung seiner Rente natürlich auch nicht unentgeltlich ins Studio setzt. Diese sachverständigen Rentner kosten alleine ca. 3 Mio. Euro p.a. Und so setzt sich dies durch fast alle Sendungen fort. In fast jeder Sendung steht dem Moderator ein Experte, Sachverständiger, Arzt, Rechtsanwalt, Politikwissenschaftler oder ähnliches zur Seite, um ausführlich zu dem betreffenden Thema Stellung zu nehmen. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, sind auch noch in den 3. Programmen diese personellen Mehrfachbesetzungen zu beobachten.
Kostet alles Geld, das aber nicht vorhanden ist und von den wehrlosen Gebührenzahlern notfalls zwangsweise eingetrieben wird. Meine Empfehlung: leisten Sie sich, liebe Leser einfach mal das kostenlose Vergnügen und beobachten Sie die Sendungen des ÖRR aus dem Blickwinkel eines Personalchefs der dringend Kosten sparen muss. Dabei wird Ihnen dann unschwer auffallen, welche Positionen für Sie als Zuschauer einen gewissen Wert darstellen, oder auf welche Sendungen/Personen Sie gerne verzichten können.
Die Erklärung für die allgemein ungesunde Entwicklung im öffentlichen Dienst ist wahrscheinlich nicht so leicht zu finden, aber ein Grund besteht darin, dass die jeweiligen Regierungen ihre Sympathisanten im öffentlichen Dienst unterbringen müssen. Das begann bereits gleich nach der NS-Zeit, als sich alte Seilschaften wieder gefunden haben, und das hat sich bis heute fortgesetzt. Damals waren es noch die alten Kameraden, heute sind es die Abkömmlinge, die man mangels sonstiger Ausbildung irgendwo unterbringen muss. Also warum nicht da, wo schon die Altvorderen ihr Unwesen trieben. Und da die meisten Moderatoren gar nicht in der Lage sind, die jeweiligen Themen sachgerecht zu erklären, benötigen sie die kostenpflichtige Hilfe Dritter. Und der «kleine Mann», der das alles bezahlen muss, wird durch hohe Steuern, Abgaben und stärkere Steuerkontrollen bedroht und erfährt noch nicht einmal die Wahrheit. Die erfährt er nicht im Staatsfernsehen ARD und ZDF, sondern in den privaten Sendern NTV und WELT. Wie aber könnte man sich zur Wehr setzen? Wahrscheinlich durch andere Regierungen. Die ewig Gestrigen von CDU/CSU/SPD und Grünen gehören in die Opposition verbannt und neue politische Ideen müssen ausprobiert werden. Es ist nicht gesagt, dass dies zu einem Erfolg führt, aber schlechter als bisher kann es auch nicht werden. Das Volk sollte diesbezüglich alle demokratischen Rechte nutzen, die ihm noch geblieben sind, viele sind es ohnehin nicht mehr. In diesem Sinne, frisch ans Werk!
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
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