Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – „Was nützt die blühende Krokuswiese, wenn daneben Glascontainer als Müllsammelstelle missbraucht werden?“

Baden-Baden, 12.03.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Illegaler Müllberg in Baden-Baden wächst auf 90 Tonnen – Ohnmächtiges Rathaus – «Ein Tempotaschentuch, das achtlos in einen Park geworfen wird, ist schon illegal weggeworfener Müll».

Für viele Dinge mit Einsparungspotential gibt die Stadt Geld aus. Insbesondere für eine überbordende Stadtverwaltung inklusive Stadtwerke mit 1.800 Mitarbeitern, deren Kosten allein die Hälfte der Steuereinnahmen beanspruchen. Warum benötigt Baden-Baden so viele Mitarbeiter?

Zwar gibt es innerhalb der Stadtverwaltung gut geführte Abteilungen, wie die Stadtgärtnerei oder den Eigenbetrieb Stadtwerke, aber auch Tochtergesellschaften, auf die man problemlos verzichten könnte, wie die erfolglose Tourismus GmbH und insbesondere den Verlustbringer Kongresshaus. Auch die Leistungen der Straßenverwaltung sind kein Ruhmesblatt, wie man an dem Felssturz in Geroldsau feststellen kann (goodnews4 vom 09., 10, und 11.03.2025). Während man bei der Schwarzwaldhochstraße alle rechtsseitigen Felswände der Straße mit dicken Stahlgittern gesichert hat, sieht die Stadt offensichtlich keine Veranlassung in ähnlicher Weise für die Verkehrssicherheit ihrer Bürger zu sorgen. Es ist nicht der erste Felssturz in diesem Bereich! Überhaupt scheint die Stadtverwaltung kein besonderes Interesse an der Sicherheit ihrer Bürger zu haben, wie verschiedene rechtswidrige Vorgänge in der Vergangenheit deutlich belegen. Hinsichtlich des Personalüberhangs ruht die Hoffnung auf KI, denn deren ständig wachsenden Leistungen werden mittelfristig mindestens die Hälfte der Mitarbeiter in der Verwaltung überflüssig machen und damit wäre wieder genug Geld in der Stadtkasse, um wichtige Aufgaben erledigen zu können.

 

Besonders wichtig wäre es, insbesondere die Außendarstellung von Baden-Baden zu verbessern, wobei hier das Müllproblem der besonderen Erwähnung bedarf. In der Stadt sieht es an manchen Stellen aus wie in amerikanischen Slum-Vorstädten wie man sie aus Filmen kennt. Wobei hier die Frage erlaubt sein muss, seit wann diese Vermüllung so extrem zugenommen hat. Bestimmt nicht seit reiche Neubürger teure Villen und ET-Wohnungen in Baden-Baden erworben haben.

Was nützt die blühende Krokuswiese, wenn daneben Glascontainer als Müllsammelstelle missbraucht werden und sich der Abfall großflächig verstreut (goodnews4 vom 07.03.2025)? Statt hier möglichst stillschweigend Abhilfe zu schaffen, fordert die Bevölkerung zu mehr Ordnung auf. Ist diese Aufforderung Dummheit oder Frechheit? Wahrscheinlich beides! Und warum erfolgt diese Aufforderung nicht mehrsprachig?

Man ahnt jetzt auch, warum sich die Stadtverwaltung so vehement gegen Einwohnerversammlungen wehrt. Da kämen all diese Dinge zur Sprache und die Stadt würde keine befriedigende Antwort finden. Wobei auch dem einfältigen Gemeinderat ein gerüttelt Maß an Schuld zukommt. Auch der kümmert sich um teils völlig unwichtige Angelegenheiten speziell in Außenbezirken, aber keiner dieser Gesellen (mit Ausnahme von Herrn Schmoll) geht mit offenen Augen durch die Stadt, um Missstände aufzudecken.

Wolfgang Holstein
Baden-Baden


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