Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Welterbe-Partnerstädte schwimmen profitabel auf der Gesundheitswelle“ – „Warum nicht auch Baden-Baden?“
Baden-Baden, 26.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Baden Tourismus GmbH rechtfertigt Minuszahlen – «Mit Gesamtübernachtungszahl auf Vorjahresniveau in Baden-Baden sehr zufrieden».
In vielen Leserbriefen in den goodnews4 wird der Unmut über die schwachen Leistungen der Verantwortlichen in der Stadtverwaltung zum Ausdruck gebracht. So kommen wir aber nicht weiter, man muss «Ross und Reiter» benennen und klare Auskünfte fordern, schließlich werden diese Personen von unseren Steuergeldern bezahlt und sind uns deshalb auch Rechenschaft schuldig! Besonders im Argen liegt es in der Touristik. Hier hat Baden-Baden seit Jahren außer dem wochenlangen defizitären Weihnachtsmarkt und einige Fress- und Sauforgien sowie den privat finanzierten Renn- und Festspielwochen nichts zu bieten. Außer dem Treffen der Rückversicherer weder große internationale Kongresse noch Veranstaltungen, welche die Welt aufhorchen lassen und für gute Umsätze in den Läden, der Gastronomie und der Hotellerie sorgen würden, die letztlich über Steuern wiederum dem Stadtsäckel zugutekommen. Aber Fehlanzeige, die Verantwortliche hat diesbezüglich keinerlei Ideen.
Ausreden, wie fehlende Flugverbindungen und fehlende ICE-Anschlüsse, kann man nicht gelten lassen. Baden-Baden liegt ja schließlich nicht im Nirgendwo, sondern mitten in Europa. Zu den Festspielen und den Rennwochen finden die Gäste in großer Anzahl ja auch zu uns, also ist diese lächerliche Ausrede absoluter Quatsch! Was uns fehlt, ist eine Strategie hinsichtlich des angesprochenen Publikums. Das SWR-Pop-Festival sowie manche Aufführungen im Festspielhaus sind zwar eine schöne Abwechslung für die Jugend, bringen der Stadt und ihren Einrichtungen aber gar nichts. In Baden-Baden auf die Jugend zu setzen, bringt kurzfristig keinen Erfolg, die finden für die eigenen Bedürfnisse gar nichts und sind deshalb auch keine Umsatzbringer!
Sinnvoller wäre es, aufgrund unserer vielfältigen Möglichkeiten im Gesundheitswesen und der Thermalquellen auf die ältere Generation zu setzen. Die bayerischen Orte Bad Füssing und Bad Griesbach leben seit vielen Jahrzehnten gut von den gesundheitsbewussten Menschen. Diese Orte sind auch nicht mit dem Flugzeug oder dem ICE zu erreichen und florieren trotzdem prächtig, wobei Bad Füssing 2 Millionen Übernachtungen und Bad Griesbach 1 Million Übernachtungen in 2024 aufweisen konnten. Und auch einige unserer Welterbe-Partnerstädte schwimmen profitabel auf der Gesundheitswelle. Warum nicht auch Baden-Baden? Wir haben Thermalwasser, wir haben eine hervorragende medizinische Betreuung, wir haben erstklassige Hotels, diverse kulturelle und sportliche Möglichkeiten und wir haben anstrengungsfrei begehbare Spazierwege in herrlicher Natur. Warum wuchern wir nicht mit diesem Pfund? Die Bevölkerung fordert die Verantwortliche auf, Rede und Antwort zu stehen und endlich ein vernünftiges zukunftsorientiertes Konzept vorzulegen, statt immer nur sinnlos Geld zu verbraten und darüber zu jammern, was alles nicht geht. Statt immense Summen in wirkungslose weltweite Werbeaktionen zu investieren, wäre es wahrscheinlich sinnvoller, Journalisten überregionaler Zeitungen für ein paar Tage einzuladen damit sie über Baden-Baden so positiv berichten wie Nathalie Rudolph am 23.01. in der überregionalen Tageszeitung «Merkur».
Abschließend noch ein wichtiger Hinweis: Geschäftsführer/innen haben im Gegensatz zu den übrigen Beschäftigten keinen Kündigungsschutz. Geschäftsführer/innen die nur ein hohes Gehalt kassieren aber keine Leistung erbringen, kann man problemlos kündigen.
Wolfgang Holstein
Baden-Baden
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