Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Wenn der ‚Stern von Rastatt‘ verlorengeht“
Baden-Baden, 25.02.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB Müller tut sich schwer mit AfD-Sieg in Rastatt – «Ich gratuliere unserer Demokratie».
Die Wahlschlacht ist geschlagen, das Ergebnis steht fest. Heulend und wehklagend laufen die Altparteien durch die Gegend, die allesamt beträchtlich, teils bis zur Bedeutungslosigkeit verloren haben. Mit strahlenden Gesichtern sieht man hingegen die AfD und die Linke, die ihre Ziele zwar noch nicht ganz, aber schon im Ansatz erreicht haben.
Von einer schwachen CDU/CSU und einer Resterampe SPD soll nun eine Regierung gebildet werden die keine absolute Mehrheit hat und es bedarf keiner hellseherischer Fähigkeiten baldige Neuwahlen vorauszusagen.
Es war geradezu rührend wie in manchen Interviews und Talkrunden die Verlierer versucht haben ihr Versagen zu verklausulieren und manche sich sogar dazu verstiegen, wütende Angriffe speziell auf die AfD zu unternehmen. Dabei vergessen sie aber, dass fast 12 Millionen Deutsche ihr Kreuzchen bei dieser Partei gemacht haben und damit ihr Einverständnis mit deren harten Haltung gegen Asylanten verdeutlichen, ebenso wie die Forderung nach Recht und Ordnung, die in Deutschland wie man an den aktuellen Beispielen sieht, völlig unter die Räder gekommen ist.
Höchst fraglich ist auch das Verhalten des Kanzlers in spe, der nach wie vor wütende Angriffe gegen die AfD fährt, während fast Zeitgleich der amerikanische Präsident den Deutschen für ihre kluge Wahl gratuliert. Will heißen, der Erfolg des rechten Spektrums hat sich blitzartig bis in die USA herumgesprochen. Und da will besagter Kanzlerkandidat entgegen der Einstellung des amerikanischen Präsidenten künftig mit diesem über unsere Zukunft verhandeln? Es wäre sicher sinnvoll zu diesen Verhandlungen die AfD-Chefin Weidel mitzunehmen, aber das ist ja bar jeder Vorstellungskraft eines Friedrich Merz.
Schlägt man nun einen Bogen in die Kommunalpolitik, dann ist auch hier eine wesentliche Änderung der Windrichtung festzustellen. In Rastatt wie auch in Baden-Baden hat die AfD Spitzenergebnisse erzielt. Es bedarf keiner wissenschaftlicher Erklärungen von Experten und Politikwissenschaftlern, um vorherzusagen, dass die AfD in Rastatt einen absoluten Spitzenplatz einnehmen wird, wenn der «Stern von Rastatt» (Mercedes-Benz) aufgrund seiner neuen Firmenstrategie Arbeitsplätz ins Ausland verlagert und diese in Deutschland/Rastatt verloren gehen. Und auch in Baden-Baden sollten, auch wenn es schwerfällt, die Alt-Seilschafts-Parteien überlegen, wohin es führt, wenn man vorrangig nur die Interessen von Immobilien-Spekulanten und sonstigen Glücksrittern und Kriegsgewinnlern vertritt.
Allein der Erfolg der Linken in Baden-Baden die, wie aus Fernsehspots ersichtlich ist, am liebsten alle Reichen erschießen würden (Originalton aus einer Konferenz in Kassel), ist mit 5,5 Prozent unerklärlich und auch auf die vorgenannten Seilschafts-Praktiken zurückzuführen.
Fazit: Sobald der noch vorhandene aber schon reichlich zerfetzte Sozialschirm über Deutschland eingeklappt werden muss, dürfte es hier wesentlich ungemütlicher werden.
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
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