Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – „Willkommen im Club, Herr Bohnert“ – „Offenbar reicht bei Frau Wischhusen bereits eine einfache Nachfrage“
Baden-Baden, 05.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Valerie Steiert Stellung zu dem goodnews4-Bericht Nervosität im Baden-Badener OB-Wahlkampf – SPD-Stadtrat Bohnert: «Nun hat mich Frau Wischhusen auf Instagram blockiert» – «So geht OB».
Wie jüngst zu lesen war, hat die OB-Kandidatin Lenke Wischhusen Herrn Stadtrat Bohnert in den sozialen Medien blockiert. Willkommen im Club, Herr Bohnert, kann ich da nur sagen.
Mir – und zahlreichen anderen Baden-Badener Bürgerinnen und Bürgern, wie ich inzwischen gehört habe – ist es genauso ergangen.
Offenbar reicht bei Frau Wischhusen bereits eine einfache Nachfrage, um aus ihrem digitalen Umfeld verbannt zu werden. In meinem Fall genügte die sachliche Frage, ob sie sich inzwischen in Baden-Baden an- bzw. umgemeldet habe. Die Antwort darauf blieb aus – stattdessen folgte der sofortige Ausschluss auf sämtlichen sozialen Kanälen.
Das wirft eine grundsätzliche Frage auf: Ist das der Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern, den eine Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin pflegen möchte? Wer ein solches Amt anstrebt, sollte Kritik nicht blockieren, sondern sich ihr stellen. Demokratie lebt vom offenen Austausch – nicht vom Wegdrücken unbequemer Fragen.
Besonders irritierend ist der Widerspruch zwischen Anspruch und Auftreten. Frau Wischhusen betont gerne, sie komme «von außen» und sei frei von lokalen Seilschaften. Wer sich jedoch ihre Bilder, Videos und Anzeigen anschaut, erkennt schnell, dass sie von genau jener Entourage hofiert wird, die vielen Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Baden seit Jahren gegen den Strich geht. Frau Wischhusen scheint nicht nur die Amtszeit von Frau Mergen nicht zu kennen, sondern auch deren desaströses Wahlergebnis, das die Unbeliebtheit von Frau Mergen widerspiegelt.
Ebenso bemerkenswert ist, dass Frau Wischhusen ein Interview mit goodnews4 verweigert. Auch daran ist doch der Einfluss bestimmter Kreise deutlich zu erkennen. Oder hat ihr das die Bremische Bürgerschaft nahegelegt?
Wer Oberbürgermeisterin dieser Stadt werden will, sollte bereit sein, sich auch kritischen Fragen vor Ort zu stellen – und nicht nur dort aufzutreten, wo es bequem ist. Der Versuch, kritische Stimmen auszublenden, wirkt am Ende weniger souverän als vielmehr wie ein politisches Eigentor. Das Endergebnis bekommen wir schon bald – am nächsten Sonntag.
Valerie Steiert
Baden-Baden
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