Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zu den Gastkommentaren von Franz Alt – „Die Sonne scheint in Zukunft einfach auch bei Nacht“

Baden-Baden, 14.03.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Michael Trey Stellung zu dem goodnews4-Bericht Fukushima: Was lernen wir aus Katastrophen? – Gastkommentar von Franz Alt.

Wenn Atomstrom die Leitungen verstopft und Kernkraftwerke keine Wohnungen heizen…

... dann muss er einfach weg und die «ewig gestrig Gebliebenen» bleiben kritisch bei der Lektüre der freudigen Botschaften vom 22. Dezember 2024 und den «machbaren» Aussichten vom 7. März bezüglich der Energiewende. Der letzte Mosaikstein soll sein: Die Sonne scheint in Zukunft einfach auch bei Nacht. Man braucht dazu nur noch ein paar Batterien installieren. Das Geld hat man oder leiht es – und das alles künftig in Intervallen von etwa einer Generation.

Mit dem abrupten Atomausstieg und dem Abbau von hochmodernen Backupkraftwerken in unserem Land haben sich die Solar-Revolutionäre zunächst selbst ins Abseits gestellt. Die Versorgung mit grundlastfähigen Kraftwerken ist auf nationaler Ebene nicht mehr gewährleistet. Kohle- und Atomstrom müssen teuer importiert und mit immer mehr technischem Aufwand zur Verfügung gestellt werden. Tragfähige inländische Alternativen nach der mutwilligen Zerstörung von einwandfrei funktionierenden Kraftwerken gibt es bis heute nicht. Grüne bezeichnen inzwischen die Energiewende selbst als holprig. Eine Warnapp in Baden-Württemberg soll helfen, die Verbraucher auf aktuelle Defizite aufmerksam zu machen.

 

Durch die starke Fluktuation von Wind- und Solarstrom belastet Deutschland zunehmend die Netze angrenzender Staaten. Schweden stoppte das Projekt Hansa Powerbridge im Juni 2024 und die Regierung teilte mit: «Wir können Südschweden nicht mit einem Markt verbinden, der ineffizient funktioniert.»

Die extremistische Klimapolitik der Bundesrepublik lässt die Unternehmen ins Ausland flüchten. Die Arbeitslosigkeit steigt. Das selbstherrliche Reden über eine angebliche Vorbildfunktion und Wettbewerbsvorteile entpuppt sich als pure Propaganda.

Die ursprünglich stolze Flotte von 11 Kernkraftwerken deckte rund ein Drittel des Strombedarfs. Der Verband Kerntechnik Deutschland, die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) und die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) sahen keine Probleme für etwaige Laufzeitverlängerung, aber sie wurden in den entscheidenden Phasen vor der Abschaltung weder kontaktiert noch befragt.

Laut Umfrage gibt es immer noch eine Minderheit, die ein Kernkraftwerk mit einem drohenden Armageddon gleichsetzt. Die Angst beruht weitgehend auf Mutmaßungen und Meinungen meist technisch unbedarfter Kritiker. Die hohen Standards der deutschen AKWS waren nicht annähernd mit dem havarierten Meiler zu vergleichen. Auch sei erwähnt, dass kein einziges deutsches AKW an einer Tsunami-gefährdeten Küste wie in Japan steht.

Bemerkungen, dass Frankreich wohl auch aus militärischen Gründen an der Kernkraft festhalte, sind der Sache weniger dienlich.

Viele neue Kerntechniken, die wir inzwischen im Ausland studieren können, dürften auch Deutschland ermuntern, sich wieder mit der Kernkraft zu befassen.

Auf der Weltklimakonferenz 2024 vereinbarten 22 Staaten, darunter fast alle westlichen Industrienationen, die Kernkraftkapazität bis 2050 zu verdreifachen.

Michael Trey
Sinzheim


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