Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Artikel „Statement zum Jahreswechsel des ehemaligen Rastatter OB Walker – „Bei der letzten Kommunalwahl hat die AfD ihre Mandate verdoppelt“

Baden-Baden, 09.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Torsten Seiler Stellung zu dem goodnews4-Bericht Statement zum Jahreswechsel des ehemaligen Rastatter OB Walker – «Bei der letzten Kommunalwahl hat die AfD ihre Mandate verdoppelt».

Sehr geehrter Herr Walker, Ihr Statement zur Alternative für Deutschland (AfD) und dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist sehr widersprüchlich. Einerseits malen Sie das Schreckgespenst einer Gefahr für unsere Demokratie bei weiteren Wahlerfolgen der AfD an die Wand und fordern die Rastatter Bürger auf, am 8. März 2026 «schwarz-rot-gold statt blau» zu wählen. Andererseits kritisieren Sie den Umgang mit demokratischer Erinnerungskultur und schreiben: «Rastatt ist ein Symbolort der deutschen Demokratiegeschichte. Vor diesem Hintergrund halte ich die Entscheidung, den Tag der Deutschen Einheit künftig nur noch im Fünf Jahres Rhythmus zu begehen, für ein falsches Signal. Demokratie braucht sichtbare Präsenz – gerade in Zeiten wachsender Polarisierung.»

 

Wer hat sich denn in Rastatt als Einziger für den Erhalt der alljährlich stattfindenden Matinee am 3. Oktober eingesetzt? Es war der AfD-Gemeinderat Philipp Helber, der auch als Direktkandidat der AfD Rastatt bei der kommenden Landtagswahl antritt. Er hat sich im Rastatter Gemeinderat, der Presse und auf Social Media unermüdlich für den weiteren Erhalt der Matinee eingesetzt. Er hat am diesjährigen Tag der Deutschen Einheit zusammen mit Parteifreunden vor der Badner Halle sogar eine Mahnwache zum Erhalt der Matinee durchgeführt. Herr Helber hat im Gemeinderat auch einen Antrag zur alljährlichen Fortführung der Matinee in kostengünstigerer Form eingebracht. Leider haben aber CDU, SPD, Grüne, Freie Wähler und FDP diesen Antrag abgelehnt. Diese Parteien vertreten zum Tag der Deutschen Einheit anscheinend dieselben Ansichten wie OB Monika Müller, die im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) meinte, dass «ihr Herz nicht an einer solchen Art von Veranstaltung hänge». Sie fremdelt anscheinend ebenso wie die Vertreter der genannten Parteien mit dem Begriff der deutschen Nation und der Wiedervereinigung von 1990.

Wenn Ihnen der Tag der Deutschen Einheit so wichtig ist, lieber Herr Walker, warum haben Sie sich nicht bei Herrn Helbers Mahnwache zum Erhalt der Matinee eingereiht? Hatten Sie Angst, gemeinsam mit Vertretern der AfD gesehen zu werden? Warum waren Sie bei keiner der Bürgerfragestunden zum Thema der Matinee am 3. Oktober anwesend? Warum erwähnen Sie in Ihrem Statement mit keinem Wort, dass einzig und allein Herr Helber und die AfD sich für den Erhalt der Matinee zum 3. Oktober eingesetzt haben? Es wäre schön, wenn Sie diese Fragen auf goodnews4 beantworten würden.

Torsten Seiler
Eberbach-Seltz


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