Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Bericht Sparkasse – „Sehr genau überlegen, welcher Bank und in welcher Höhe man sein Geld anvertraut!“

Baden-Baden, 17.04.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung zu dem goodnews4-Bericht Sparkassen-Chef Martin Semmet präsentiert gute Zahlen und macht dem Rathaus Baden-Baden Hoffnung – Zur 32-Millionen-Frage: «Wenn das dann positiv wäre, dann könnten wir das tun».

Auch wenn es für die goodnews4 vor dem Hintergrund der sich allgemein verschlechternden Lage in allen Bereichen immer schwieriger wird positiv zu berichten, so sind die goodnews4 immer noch ein Quell nicht nur der interessanten Informationen sondern auch der Belustigung (wenn es nicht teilweise so traurig wäre).

 

Da freut sich beispielsweise ein Sparkassen-Direktor über die gute Ertragslage seines Instituts und stellt auch gleich wieder Kredite für Baden-Baden in Aussicht. Nun, ein Sinnbild seriöser Geschäftspolitik ist es sicher nicht, wenn man einem Schuldner, der nachweislich Pleite ist und in Kürze unter Zwangsverwaltung gestellt wird, weitere Kredite zu jenen gewährt, die jetzt schon nicht mehr zurückgezahlt werden können. Ich habe in meinem Berufsleben leider auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass ein Scheck wegen einer Bankpleite nicht eingelöst und mit dem Vermerk «wegen Moratorium nicht eingelöst» zurückgegeben wurde. Zwar steht die Bankeneinlagensicherung dafür gerade, aber allein der Zeitraum bis zur Auszahlung kann eine Firma in die Pleite treiben. Also sollte man sehr genau überlegen, welcher Bank und in welcher Höhe man sein Geld anvertraut! Die freundliche Dame am Tresen ist noch keine Garantie für seriöse Geschäftspolitik.

An anderer Stelle erregt sich ein Leser über den Stadtrat einer Partei, die bisher nur durch willfähriges Jasagen aufgefallen ist. Den Leser kann man beruhigen, diese Partei wird hoffentlich und wahrscheinlich im nächsten Gemeinderat nicht mehr vertreten sein, besteht sie doch ohnehin nur noch aus ein paar Leutchen.

Und was kommunale Themen betrifft, so könnte goodnews4 seitenweise über das zu hoch bezahlte «hervorragende» Führungspersonal und über die Fehlentwicklungen in der Stadt berichten, wenn es der Bevölkerung nicht schon zum Halse heraushängen würde. Kurz, es ist wirklich eine große Herausforderung für die Redaktion der goodnews4 über Vorgänge zu berichten, die von allgemeinem Interesse sind und vielleicht sogar manchmal auch Freude aufkommen lassen. Das Politgeschwafel von Interviewten interessiert jedenfalls niemand, dann doch lieber die Lebens- und Leistungsgeschichten von verdienten Bürgern, denn die gibt es tatsächlich noch. Früher gab es sogar im öffentlichen Dienst noch Leistungsträger, die entsprechend ihrer Leistung bezahlt wurden. Heute wird nach der Besoldungstabelle bezahlt, auch wenn keinerlei Leistung erbracht wird. Mal sehen, wie lange unser Wohlfahrtsstaat diese Volksbeglückung noch durchhalten kann.

Martin Müller-Petersen
Baden-Baden


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