Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Fall Pfarrer Koffler – „Eine Gemeinheit sowas!“ – „Er tanzt den Tanz des Lebens mit uns, bunt, sinnfällig – getreu der Einladung Jesu: mit ihm Brot und Wein zu teilen“

Baden-Baden, 20.03.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin H. Vito Stellung zu dem goodnews4-Bericht Kirchen-Streit in Baden-Baden eskaliert weiter – «Herr Koffler muss zeitnah das Pfarrhaus von St. Bernhardus freimachen» – Dekanatsratsvorsitzender René Lohs im goodnews4-Interview.

Herr Koffler ist als Pfarrer der katholischen Kirche und in Konsequenz der christlichen Lehre und des kirchlich-seelsorgerischen Auftrags aus Rom ein Geistlicher, der die Nachfolge des Religionsstifters Jesus von Nazareth in Wort und Tat glaubhaft vorlebt und – neu in unserem Gemeindeleben – jetzt auch uns dazu einlädt.

Wer bis dato den Kontakt zur Kirche «aufgegeben» hatte, konnte beobachten, wie die Aktivitäten um und in den kath. Kirchengemeinden seit einigen Monaten immer einladender, bunter wurden und neugierig und nachdenklich machten. Themen, Probleme, Missstände, Not, Elend, aber auch und vor allem Möglichkeiten lebenswerten, liebenswerten Lebens überträgt er aus den Sonntagsevangelien in den zwischenmenschlichen Bereich: Schuld und Vergebung, alles was menschlich ist und der Erlösung bedürftig.

 

Er besucht Menschen und Orte, wo andere nicht gern hingehen. Er lädt in den Kirchenraum ein zu Gesprächen über brisante Themen wie Armut contra Reichtum, was selbst in Baden-Baden, dem sogenannten «Altersheim der Millionäre» neben Herzen auch manchen Geldbeutel öffnet (möglicherweise Spenden auch für mehr Ehrenamtliche?). Er lädt ein zu Kirchen-Cafés und bunten Altennachmittagen, zu kirchenmusikalischen und künstlerisch-religiösen Begegnungen und meist kann man mit ihm – im Schlabberlook und bunten Schuhen – ein Glas Wein anstoßen (das er vermutlich selbst aus seinem bemessenen Salär den Gästen spendiert.)

Papst Franziskus liegt dieser Tage im Krankenhaus mit einer schweren Lungenerkrankung. Eine Gruppe Argentinier*innen haben für ihn statt eines Gebets eine Runde Tango auf dem Vorplatz getanzt. Und auf die Einladung einer jungen Frau mitzutanzen, ließ er ihr ausrichten: Wie gerne er mit ihnen Tango tanzen würde… Das ist es, was Pfarrer Koffler tut: Er tanzt den Tanz des Lebens mit uns – bunt, sinnfällig, getreu der Einladung Jesu: mit ihm Brot und Wein zu teilen. Das spüren die Menschen auch hier, in ihren Herzen, anders als alles leere Getöns und Showbusiness.

Wir wollen Pfarrer Koffler behalten, weil er uns guttut! Gerade jetzt, wo uns Hiobsbotschaften nur so um die Ohren fliegen und an Endlichkeit gemahnen. Pfarrer Koffler pharisäerhaft zu verbannen würde nichts besser machen.

H. Vito
Baden-Baden


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