Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum goodnews4-Artikel „Grüner Landtagskandidat Joachim Heck für Wahlkreis Baden-Baden“ – „Fehlentscheidungen der Vergangenheit sind zu analysieren“
Baden-Baden, 20.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Sascha Zimny Stellung zu dem goodnews4-Bericht Grüner Landtagskandidat Joachim Heck im goodnews4-Interview – «Ich habe die Schule der Demokratie durchlaufen».
Die Probleme rund um das Baden-Badener Kurhaus und Casino sind bekannt: Die alte Bäder- und Kurverwaltung Baden-Baden, welche Theater, Thermalbäder, Kurhaus und die Spielbank betrieb, wurde aufgelöst. Die genannten Einrichtungen gingen in Eigentum des Landes über. Baden-Baden hat bei seinen eigenen Wahrzeichen keinerlei Mitspracherecht mehr. Personen mit CDU-Parteibuch, wie Tobias Wald oder Steffen Ratzel, wurden mit fürstlich bezahlten Posten als Spielbankchef oder Geschäftsführer der BKV versorgt. Der Gastrobetrieb im Kurhaus läuft seit Beginn defizitär. Nun will das Land diesen Bereich privatisieren. Auf die Ausschreibung für das Veranstaltungsmanagement im Kurhaus hat sich aber kein einziger Interessent gemeldet. Im Goodnews4-Interview wurden Joachim Heck, Landtagskandidat der Grünen in unserem Wahlkreis, auch Fragen zu den Problemen rund um Casino, Kurhaus sowie der Personalpolitik der staatlichen Unternehmen in Baden-Baden gestellt. Als Antwort bot Herr Heck dem Wähler aber leider nur folgende, inhaltsleeren und nichtssagenden Allgemeinplätze: «Ich wünsche mir da schon eine offenere Kommunikation, tatsächlich auch eine offenere Diskussion in der Stadt, aber natürlich ist es ein Geben und Nehmen zwischen Land und Baden-Baden. Baden-Baden ist wichtig für das Land und umgekehrt ist das Land wichtig für uns hier in Baden-Baden, finanziell. Aber da geht es schon auch, Konzepte zu entwickeln, und das muss man zusammen tun, auch aus der BKV heraus. (…) Das ist ein Geben und Nehmen, da müssen beide Seiten besser kommunizieren und besser arbeiten.»
Von jemandem, der die Interessen unserer Bürger im Landtag vertreten möchte, erwarte ich hier deutlich mehr: 1.) Eine solide und detaillierte Kenntnis der anstehenden Probleme rund ums Kurhaus, die bei unserem grünen Landtagskandidaten aber leider zu fehlen scheint. 2.) Fehlentscheidungen der Vergangenheit sind zu analysieren und ebenso wie die dafür verantwortlichen Personen klar zu benennen. 3.) Abschließend sind dann konkrete Vorschläge zu machen, wie man die Probleme lösen kann. Wer wie Herr Heck von den Grünen die anstehenden Aufgaben und Probleme nicht in dieser dreistufigen Abfolge klar durchdenkt und auch dem Wähler offen kommuniziert, der sollte im Interview besser die Klappe halten und auch nicht als Vertreter unseres Wahlkreises für den Landtag kandidieren. Da Joachim Heck nicht auf der Landesliste der Grünen steht, ist eine Stimme für ihn am 8. März auch eine verlorene Stimme.
Sascha Zimny
Baden-Baden
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.
2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.
3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.
4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.
5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.
6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.
7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.
9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







