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Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum goodnews4-Artikel „OB-Kandidaten spalten Baden-Badener CDU“ – „Innerhalb der CDU existieren Brüche, Konkurrenzen und Eifersüchteleien“

Baden-Baden, 07.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Sascha Zimny Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB-Kandidaten spalten Baden-Badener CDU – Sympathien von Manuel Hagel für OB-Kandidat Thomas Jung – «Diesen Termin hatte Cornelia von Loga vermittelt».

Ein Foto auf dem Instagramm-Account von Manuel Hagel zeigt den als parteilos antretenden OB-Kandidaten Thomas Jung vom SWR in fröhlicher Runde zusammen mit der Baden-Badener CDU-Landtagsabgeordneten Cornelia von Loga und CDU-Spitzenkandidat Hagel. Untertitelt ist das Foto mit dem Kommentar &lauqo;Willkommen in der CDU». Hat das nicht viel zu bedeuten, oder steckt da mehr dahinter? Ich sehe da drei mögliche Deutungen:

1.) Man hat sich einfach mal unverbindlich getroffen. So sieht es Thomas Jung, der meinte, dass er sich mit den beiden CDU-Politikern nur getroffen habe, weil er «nach seiner journalistischen Zeit einmal sehen wollte, wie ein Wahlkampf aus der politischen Perspektive heraus angegangen wird».

 

2.) Innerhalb der CDU existieren Brüche, Konkurrenzen und Eifersüchteleien, die bei der OB-Wahl zu zwei Lagern geführt haben: Auf der einen Seite die vom CDU-Bundestagsagbeordneten Kai Whittaker von Bremen nach Baden-Baden geholte OB-Kandidatin Lencke Wischhusen, welche auch vom Baden-Badener CDU-Fraktionsvorsotzenden Angar Gernsbeck unterstützt wird. Auf der anderen Seite der CDU-Landtagsabgeordneten Cornelia von Loga und Manuel Hagel favorisierte ehemalige Thomas Jung.

3.) Die CDU fährt im OB-Wahlkampf eine Doppelstrategie. Man setzt einfach auf zwei Pferdchen, von denen eines dann schon als Sieger ins Ziel gelangen wird. Das erinnert an große Lebensmittelkonzerne, die oft unter verschiedenen Namen (insbesondere durch Eigenmarken von Supermärkten oder Tochtergesellschaften) praktisch identische Produkte auf den Markt werfen. Dem Kunden wird so auch eine Produktvielfalt und Auswahlmöglichkeit suggeriert, die es in Wahrheit nicht gibt. Aus demokratischer Sicht fände ich es bedenklich, wenn eine Partei wie die CDU in Baden-Baden gleich zwei ihrer Partei nahestehende OB-Kandidaten aussucht, und dem Wähler dann als parteilose Kandidaten präsentiert. Es ist zu begrüßen, dass in Kommunen häufig auch politisch ungebundene Kandidaten als Parteilose zu Wahlen antreten. Dieses Modell sollte aber nicht von Parteien missbraucht werden, um dem Wähler angeblich parteipolitisch nicht festgelegte Kandidaten zu präsentieren, die in Wahrheit dann aber doch mit einer Partei eng verbandelt sind und nach ihrer Wahl in ein Amt als Marionetten von Parteiinteressen dienen.

Sascha Zimny
Baden-Baden


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