Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum goodnews4-Artikel „OB-Wahlkampf-Kapriolen in Baden-Baden – CDU-OB-Favoritin Wischhusen: ‚Mein Fotoshooting war der Anfang von einem ganz neuen Kapitel in meinem Leben‘ – Folgt dem Playboy nun ein Covergirl?“

Baden-Baden, 27.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Sascha Zimny Stellung zu dem goodnews4-Bericht OB-Wahlkampf-Kapriolen in Baden-Baden – CDU-OB-Favoritin Wischhusen: «Mein Fotoshooting war der Anfang von einem ganz neuen Kapitel in meinem Leben» – Folgt dem Playboy nun ein Covergirl?.

Die aus Bremen stammende OB-Kandidatin Lencke Wischhusen setzt mit unzähligen belanglosen Bildchen und Videos im Wahlkampf voll auf Social Media. In einem Video auf ihrem Instagram-Kanal fährt sie mit dem Bus durch Baden-Baden und beklagt sich über die angeblich hohen Preise der Bustickets: «Wir fahren mit dem Bus nach Hause und ich bin geschockt, wie teuer hier das Busticket ist. 3,50 Euro kostet ne Karte, und es gibt überhaupt kein Kurzstreckenticket. Das wär doch mal schön, denn wir haben nur zwei Stationen zu fahren.»

Da Frau Wischhusen nach Bericht des Weserkurier gerne mit einem 450 PS starken BMW 650i oder dem BMW 455i mit 650 PS durch die Gegend düst und sich darüber freut, wenn «migrantische Jungs sie richtig abfeiern, wenn sie den Motor aufheulen lässt», bezweifle ich, dass sie in Bremen häufig selber mit dem Bus gefahren ist. Sonst wüsste sie, dass das Einzelticket in Bremen 3,40 Euro und die Tageskarte 9,50 Euro kostet. Die Preise sind in Bremen und Baden-Baden also fast annähernd gleich. Aus ihrer Zeit in der Bremer Bürgerschaft ist aber keine Initiative von Frau Wischhusen für günstigere Bustickets bekannt.

 

Hätte Frau Wischhusen sich etwas näher mit den Problemen von Baden-Baden befasst, dann wüsste sie folgendes: Nach dem Beteiligungsbericht 2023 der Stadt Baden-Baden machten die Verkehrsbetriebe einschließlich der Bergbahn einen Verlust in Höhe von 5,2 Millionen Euro. Im davor liegenden Jahr waren es sogar 7 Millionen Euro. Für diese Fehlbeträge müssen die Stadtwerke einspringen, was angesichts der Gesamtverschuldung von Baden-Baden in Höhe von über 260 Millionen Euro eine erhebliche zusätzliche Belastung darstellt. Wir können uns bereits glücklich schätzen, wenn wir das Bus- und Bahnangebot wenigstens im bisherigen Umfang erhalten können. In dieser Situation auch noch die Preise der Bustickets herabzusetzen, würde ein noch höheres Defizit des ÖPNV zur Folge haben.

Was Frau Wischhusen hier betreibt ist billigster Populismus! Sie kennt Baden-Baden kaum: Keine Ahnung von der desolaten Finanzlage der Stadt, keine Ahnung von den sozialen Problemen, keine Ahnung von der schwierigen Situation unseres Einzelhandels, keine Ahnung von ÖPNV und unseren Verkehrsproblemen … aber gleich vollmundig Forderungen nach günstigeren Bustickets stellen, um sich als «Kämpferin für die Interessen der Bürger» mit nicht finanzierbaren Vorschlägen beliebt zu machen. Solch eine Bürgermeisterin brauchen wir in Baden-Baden NICHT!

Sascha Zimny
Baden-Baden

Quellen:

- Link auf Frau Wischhusens Video im Bus auf Instagram

- Weserkurier: Senatorin für ordentlich Bums

- Ticketpreise der Verkehrsbetriebe Bremen/Niedersachsen www.vbn.de

- Beteiligungsbericht 2023 (Grundlage 2022) Stadt Baden-Baden www.vbn.de


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