Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum goodnews4-Bericht „Baden-Badener SPD meldet sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit zurück“ – „Die letzten Jahre die Baden-Badener Sozialdemokraten im Winterschlaf“
Baden-Baden, 30.04.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Julia Klarsfeldt-Höhn Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener SPD meldet sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit zurück – Vorwurf gegen AfD, CDU, FBB, Freie Wähler und FDP: «Herzlos und sozial kalt».
Weniger kann manchmal mehr sein! Nachdem die Stadträte Ulrike Mitzel und Werner Schmoll die SPD-Fraktion verlassen haben, wirkt die Partei munterer und aktiver. Die letzten Jahre befanden sich die Baden-Badener Sozialdemokraten eher im Winterschlaf: Wenig eigene Aktivitäten und Anträge, dürftige Pressearbeit und im Gemeinderat meist brav mit den anderen Parteien abgestimmt. Seit aber SPD-Stadtrat Sven Bohnert das Ruder in die Hand genommen hat, scheinen sich die Sozialdemokraten wieder auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren: Politik für die Mitte der Gesellschaft, die arbeitende Bevölkerung, aber auch für Geringverdiener, Rentner und sozial ausgegrenzte Menschen. Herr Bohnert prangert zur Recht die von AfD, CDU, Freien Wählern, FBB und FDP beschlossene Rücknahme der Kürzungen beim Fahrdienst für schwerbehinderte Menschen als «herzlos und sozial kalt» an. Wer als Stadtrat Einsparungen auf Kosten von Menschen mit Behinderungen zustimmt, damit ihre Mobilität einschränkt und die Chancen auf soziale Teilhabe massiv beeinträchtigt, andererseits aber einer fetten Gehaltserhöhung für Tourismus-Chefin Nora Waggershauser zustimmt, sollte sich schämen.
Auch mit der rechtspopulistischen AfD spricht Herr Bohnert endlich mal Klartext, indem er feststellt, «dass sie sich um die Menschen ohne starke Lobby einen feuchten Kehricht schert». Harte Worte des SPD-Vorsitzenden, die aber den Kern der Sache treffen: Die AfD verkauft sich inzwischen als Partei des «kleinen Mannes», der Arbeiter und Handwerker. Leider fallen viele Wähler auf diese Mogelpackung der Rechtspopulisten rein. Nach Analysen von Wirtschaftswissenschaftlern würden von den Steuerplänen der AfD aber vor allem höhere Einkommen, wohlhabende Haushalte, Immobilienbesitzer, mit dem goldenen Löffel im Mund geborene Erben und Unternehmen profitieren (ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung: Wen die Parteien entlasten würden). Die Steuererleichterungen für den Mittelstand wären relativ gering bis gar nicht vorhanden. Kritiker, bezeichnen die Pläne der AfD als «Umverteilung von oben nach unten». Massiv sparen will die AfD dagegen an Menschen aus sozial schwächeren Schichten: Einfache Arbeiter, Geringverdiener, alleinerziehende Mütter, Arbeitslose, Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen und natürlich an allen die nicht «biodeutsch» genug sind. Für Flüchtlinge erst mal nur noch die allernötigsten Sachleistungen, und später dann erzwungene «Remigration» zurück in Hunger, Armut und Kriegsgebiete. Das ist das wahre Gesicht der AfD!
Julia Klarsfeldt-Höhn
Gernsbach
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