Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum goodnews4-Bericht „Hermès sagt Tschüss“ – „Der Frankfurter Allgemeine einen ausführlichen Artikel wert“ – „Baden-Baden trist und trostlos“

Baden-Baden, 29.12.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem goodnews4-Bericht Bittere Pille für Baden-Baden – Hermès sagt Tschüss – «Es ist uns eine Freude, Sie in unserer Boutique in Stuttgart willkommen zu heißen».

Dass Leerstände von Ladengeschäften in allen Städten ein Problem darstellen, ist bekannt. Davon ist auch Baden-Baden nicht verschont. Wenn jedoch sogar weltberühmte Marken in dem angeblich so elitären Baden-Baden die Segel streichen, so wie jetzt Hermès, dann ist das sogar einer Zeitung wie der Frankfurter Allgemeine (25.12.2025) einen ausführlichen Artikel wert. Und der dient Baden-Baden nicht zum Ruhm, sondern zeigt deutlich auf, warum wir in Baden-Baden reiche Einwohner verlieren und auch keine reichen Touristen mehr anlocken können.

Wie wird dort der Besuch eines Touristen beschrieben: «Man läuft die Alleen rauf und runter, verzockt im Casino die Reisekasse und legt sich ein paar Stunden in die Caracalla-Therme, das war‘s dann aber auch schon; ist doch öde.» Besondere Sehenswürdigkeiten gibt es auch nicht, denn schöne Casinos gibt es auch in Wiesbaden und Bad Homburg und Ruinen von Burgen und Schlössern stehen in Deutschland überall herum. Also mit welchen Attraktionen will man reiche Touristen und vielleicht sogar Neubürger nach Baden-Baden locken? Mit Barber-Shops, Tattoo- und Nagel-Studios sowie Döner-Buden und einem großen Woolworth-Kaufhaus bestimmt nicht. Das Modehaus Wagener hält als letzte Luxus-Bastion noch die Fahne hoch, aber wie lange noch?

 

Gerne würde ich den betreffenden Artikel Lügen strafen, aber mit was? Der Schreiberling hat ja recht. Baden-Baden ist nicht nur pleite, sondern befindet sich auch in allen anderen Bereichen im freien Fall. Nachdem Russland nun auch noch eine Reisewarnung für Reisen nach Deutschland ausgesprochen hat, dürfte sich das Thema «reiche russische Touristen» endgültig erledigt haben. Die Schönen und Reichen, die noch vor 10, 15 Jahren Baden-Baden bevölkert haben, tummeln sich heute in Dubai und zurück bleiben nur noch die Alten, die sich mit den teils zweifelhaften Inszenierungen des Festspielhauses zufriedengeben.

Umso wichtiger ist es, bei der nächsten OB-Wahl die richtige Person zu finden, die Baden-Baden wieder auf einen erfolgreichen Weg zurückführen kann. Kein Scharlatan oder drittklassiger Provinzpolitiker, sondern eine Person mit nachweislichen (!!) Erfahrungen auch in schwierigen Situationen. Also so eine Person wie beispielsweise der OB von Tübingen, Boris Palmer, der dort seit 2007 dank seiner hervorragenden Arbeit immer wieder gewählt wird.

Wolfgang Holstein
Baden-Baden


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