Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum goodnews4-Bericht „Kontroverse um Baden-Badener OB-Kandidatin Wischhusen“ – „War es ihr Förderer, der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker, oder eine andere Person von der CDU?“

Baden-Baden, 16.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Sven Mayer Stellung zu dem goodnews4-Bericht Kontroverse um Baden-Badener OB-Kandidatin Wischhusen wegen Videocall mit israelischem Botschafter Ron Prosor – «Peinlichkeit, im Namen der Stadt aufzutreten».

Ende Januar wurde in Baden-Baden anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages unter Teilnahme von rund 100 Menschen die reparierte und restaurierte Gedenkstele zur Erinnerung an die Millionen von Opfern der Shoa wieder aufgestellt. Die von der CDU als OB-Kandidatin aus Bremen geholte Lencke Wischhusen griff diesen Anlass umgehend für ihren Wahlkampf auf: Sie postierte sich für ein später auf Instagram veröffentlichtes Video vor der Gedenkstele, betonte, das «wir uns am heutigen Tag an die Opfer des Holocaust erinnern» und damit in Baden-Baden ein «sichtbares Zeichen des Erinnerns» setzen. Außerdem telefonierte sie über ihr Smartphone mit dem israelischen Botschafter Ron Prosor, und versicherte, dass wir dafür kämpfen würden, dass sich so was wie in der NS-Zeit nie mehr wiederholt.

 

Auf Instagram löste Frau Wischhusens Video viele teilweise empörte Kommentare aus. Einige Kommentatoren störten sich daran, dass sich die OB-Kandidatin durch ihre Aussage «setzen WIR ein sichtbares Zeichen» schon als offizielle Repräsentantin Baden-Badens ausgebe, obwohl sie dafür noch gar kein Mandat habe. Nach Bericht von BNN echauffierte sich ein Kommentator mit den Worten «Das ist Wahlkampf allerbilligster Art. (…) Ich kenne das nur von Donald Trump.» Ein anderer schrieb «So was geht doch gar nicht! Wahlkampf mit dem Holocaust und dem Botschafter aus Israel.»

Leider wurde dieser Punkt mit dem Auftritt des israelischen Botschafters von den Medien bislang kaum aufgegriffen. Mir stellen sich da folgende Fragen: Wer hat für Frau Wischhusen den Kontakt zum Botschafter hergestellt? War es ihr Förderer, der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker, oder eine andere Person von der CDU? Wurde Botschafter Prosor davon in Kenntnis gesetzt, dass sein Telefonat mit Frau Wischhusen als Teil eines innerdeutschen Wahlkampfs eingesetzt wird? Oder hat man ihn ohne sein Wissen einfach für Frau Wischhusens Kampagne instrumentalisiert?

Wenn sich US-Politiker oder Unternehmer wie Donald Trump, J. D. Vance oder Elon Musk vor Wahlen in Deutschland zugunsten einer der Parteien aussprechen oder ihnen eine Bühne bieten, ist die Empörung bei deutschen Politikern und Medien riesengroß. Wenn Frau Wischhusen und die CDU aber den israelischen Botschafter für ihren Wahlkampf einspannen herrscht Schweigen im Blätterwald. Es wäre eigentlich Aufgabe unserer Lokalpresse, zu den von mir aufgeworfenen Fragen zu recherchieren, und dem Bürger Antworten bezüglich des Einsatz des israelischen Botschafter für Frau Wischhusens Wahlkampf zu liefern.

Sven Mayer
Baden-Baden


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