Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Leserbrief von Christina Lipps – „Ich stehe jedoch zu meiner Meinung“ – „Die Russen haben Gräueltaten begangen“

Baden-Baden, 07.04.2020, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leserin Christina Lipps Leserbrief «Meine Meinung» − «Verunglimpfen russische Menschen z.B. im historischen Zusammenhang des 2. Weltkriegs pauschal».

Frau Lipps alteriert sich über Stil, Ton und Inhalt meines Leserbriefs vom 4.4. in den goodnews4. Ich stehe jedoch zu meiner Meinung, dass man die Schandtaten von roten Horden gar nicht genug brandmarken kann und stehe mit dieser Meinung nicht alleine (siehe Badisches Tagblatt vom 6.4. unter folgenden Artikeln «Wohl noch mehr Kriegsverbrechen», «Die Russen haben Gräueltaten begangen, viele Gräueltaten» und «Wo Putins Armee abrückt, bleiben nur Tod und Trümmer zurück», sowie die diversen negativen Leserbriefe zum «Russen-Thema» in der gleichen Ausgabe). Gleichwohl gilt scheinbar speziell in Baden-Baden nach wie vor der Satz von Berthold Brecht «Erst kommt das Fressen und dann die Moral» und interessierte Kreise halten noch das Russen-Fähnchen hoch in der vergeblichen Hoffnung, dass die früheren goldenen Zeiten zurückkommen, in denen diese Klientel mit dem Geld nur so um sich geworfen hat.

Auch wenn Deutschland von den Russen bisher (noch) nicht militärisch bedroht wird, steht doch zweifelsfrei fest, dass Putin mit seinem verbrecherischen Einsatz in der Ukraine praktisch die gesamte Weltwirtschaft ins Wanken gebracht hat. Auch wenn es Russland selbst besonders hart treffen wird, gehen die Folgen seines geistesgestörten Plans auch an uns nicht spurlos vorüber, wie man aktuell im täglichen Leben erfahren muss. Zwar kann Deutschland durch extreme neue Staatsverschuldung aktuell eine Wirtschaftskrise vorläufig noch abfedern. Ob dies aber auch vor dem folgenden, gar nicht so unwahrscheinlichen Szenario gelingt, darf stark in Zweifel gezogen werden.

 

Wenn in absehbarer Zeit China den Versuch unternimmt, sich Taiwan einzuverleiben, kommt es aufgrund des Beistandspakts der USA für Taiwan unweigerlich zu einem (Wirtschafts-) Krieg zwischen den USA und China. Dann wird sich Deutschland, allen voran das Bundesdeutsche Sandmännchen, mit Rücksicht auf die Wirtschaft wieder winden wie ein Wurm und vor jeglichen Entscheidungen drücken, wie sich Deutschland verhalten soll. Der Wirtschaftskrieg mit Russland betrifft nur einen Bruchteil (60 Milliarden Euro) des jährlichen Handelsvolumens zwischen Deutschland und China (245 Milliarden Euro). Einen neutralen Status werden wir nicht einnehmen können und stehen dann aus vielerlei Gründen auf Seiten der USA mit der Folge der gegenseitigen Sanktionen zwischen Deutschland und China.

Und dann rächt es sich, dass fast alle großen deutschen Firmen ihre Produkte ganz oder zum Teil nach China exportieren, bzw. dort fertigen lassen und ihre Produktionsstätten in Deutschland aufgegeben haben. Das ist dann unweigerlich das Ende des Deutschen Wirtschaftswunders und dann tut es richtig weh, wenn die Wirtschaft fast komplett zum Erliegen kommt. Der Handel innerhalb der EU wird uns dann auch nicht retten, denn die meisten westlichen Länder stehen dann wahrscheinlich vor dem gleichen Problem.

Wolfgang Holstein
Baden-Baden


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