Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Leserbrief von Holger Herrn Nagel – „Zunächst möchte ich feststellen, dass ich kein Autohasser bin, sondern selbst einen Wagen mit einer Länge von 4,55 m fahre“

Baden-Baden, 03.04.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Wolfgang Holstein Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Holger Nagel Leserbrief «Meine Meinung» – Zu «Die Pariser wollen im Gegensatz zu den Baden-Badenern…» – «Lieblingsgegner der Autohasser hervorgeholt».

Hallo, lieber Herr Nagel, ich möchte keine langen Diskussionen über den Autoverkehr vom Zaun brechen, aber einige Punkte Ihres Angriffs sollten aufgeklärt werden.

Zunächst möchte ich feststellen, dass ich kein Autohasser bin, sondern selbst einen Wagen mit einer Länge von 4,55 m fahre. Diesen allerdings nur, wenn die Entfernungen für mich altersbedingt fußläufig nur noch schwer zu erreichen sind. In diesem Zusammenhang darf ich auch darauf hinweisen, dass beispielweise ein Audi Q8 (4,99 m) ein Mercedes GLS (5,20 m) und ein Toyota Sequoia (5,28 m) selbst bei einem Einparkkünstler über 6 m Parkfläche benötigen und das ist nicht mehr zeitgemäß.

 

Natürlich haben Sie recht damit, dass in Paris nur eine sehr geringe Bevölkerungsanzahl an diesem Volksentscheid teilgenommen hat und hier wahrscheinlich vorwiegend Auto-Gegner. Für mich ist aber nicht die Anzahl entscheidend, sondern dass in einer Weltmetropole so ein Bürgerentscheid überhaupt durchgeführt und auch als rechtsverbindlich anerkannt wird. Können Sie sich so etwas in Baden-Baden vorstellen? Natürlich nicht, denn hier entscheiden autoritär bestimmte Seilschaften unter willfähriger Mitwirkung eines Gemeinderats, dessen Mitglieder bis auf wenige Ausnahmen den Titel Gemeinderat nicht verdienen.

Auch kann man davon ausgehen, dass die Zahl der angeblich in Paris entfallenden 10.000 Parkplätze von den Verbotsgegnern schön gerechnet ist. Aber gerade Ihr Hinweis, dass es sich wahrscheinlich um unbedeutende Seitenstraßen handelt, trifft doch des Pudels Kern, denn speziell in diesen Seitenstraßen sind doch die meisten Fahrzeuge der umliegenden Anwohner abgestellt (siehe Berlin!!). Wohin dann mit diesen Fahrzeugen? Dieses Problem dürfte bedeutender sein als eine etwas behinderte Durchfahrt durch die Stadt.

Auf meine Aussage wg. Übergewicht möchte ich nur eine Beobachtung aus der Nachbarschaft anmerken. Morgens Brötchen holen, dann Kind zur Schule bringen, dann zum Einkaufen, dann Kind aus der Schule holen, dann Kind zur Nachmittagsbetätigung (?) bringen, dann Kind von dort wieder abholen und das alles mit einem großen schweren SUV. Das ist offensichtlich heute der übliche und normale Ablauf der Fahrzeugnutzung. Und da sei die Frage erlaubt, ob das unbedingt sein muss?

Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber der Trend geht zumindest in den West-Europäischen Städten zu immer mehr autofreien Zonen und das befürworte ich auch als Autofahrer voll und ganz. Es gibt genügend Parkhäuser und alles andere ist speziell in Innenstädten meist gut zu Fuß zu erreichen.

Wolfgang Holstein
Baden-Baden


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