Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Leserbrief von Martin Müller-Petersen – „Das ständige Bäschen der Verwaltungsangestellten und deren Überflüssigkeit zu postulieren, ist unsäglich“
Baden-Baden, 05.03.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leserin Dr. Yvonne Hannewald Stellung zu dem Leserbrief von goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Leserbrief «Meine Meinung» – «Städtische Betriebe wie Tourismus GmbH und Events GmbH müssen notfalls geschlossen werden» – «Für sinnvolle Projekte wie Schulen, Kindergärten, Sport und Kultur».
Da wir eine Kreisfreie Stadt sind, brauchen wir mehr Verwaltungspersonal, denn wir müssen mehr Aufgaben leisten. Zu erklären, wir könnten 30 Prozent Verwaltungspersonal sparen ist Unsinn. Leider führt Herr Müller-Petersen nicht im Detail aus, auf welche konkreten «Furz Dienstleistungen» der Bürger denn verzichten kann. Es gibt keine unnötigen Dienstleistungen für den Bürger. Tourismus, Kongress und Event GmbHs machen bundesweit, mit ganz wenigen Ausnahmen, keine Profite, weil das keine Profit GmbHs sind. Eigentlich müsste vor dem großen G ein kleines g für gemeinnützig stehen.
Gerade die Müllabfuhr ist das von Herrn Müller-Peterson schlechteste Beispiel, denn im gesamten Bundesgebiet, indem es die Fremdvergabe an private Firmen gab, haben ganz viele Städte und Kommunen, die Müllabfuhr wieder re-kommunalisiert, weil es für den Bürger wesentlich teurer war mit der privaten Firma und z.T. wesentlich umständlicher, wenn mit einmal alte Menschen ihre Mülltonnen 500m weiter weg ziehen mussten, was sie körperlich gar nicht mehr leisten konnten, weil die private Firma das so vor sah. Da müssen dann die Nachbarn aushelfen oder ich muss jemanden bezahlen der mir das macht, toll noch mehr Kosten. Und es wurde wesentlich teurer für den Bürger. Sie sparen mit einer privaten Müllabfuhr nichts. Über die Jahrzehnte, seit dem Privatisierungs Hype der 90er Jahre, haben die privaten Firmen uni sono bundesweit den Beweis erbracht, dass Sie weder besser, noch billiger für den Bürger sind. Ganz das Gegenteil!
Die prekäre finanzielle Lage der Stadt hat nichts mit ihren Dienstleistungen für den Bürger zu tun. Leider haben zu viele Menschen keine Sinne mehr für Gemeinschaft. Auch das ständige Bäschen der Verwaltungsangestellten und immer wieder deren Überflüssigkeit zu postulieren, ist unsäglich. Könnten diese z.T. freundlicher und weniger arrogant sein. Ja! Es ist grober, ökonomischer Unfug so zu tun, als könnten Einschnitte in der Dienstleistung für den Bürger, die städtischen Kassen sanieren. Das ist nicht der Fall. Viel wichtiger wäre es, wenn der nächste OB für Baden-Baden die Gelder, die uns zustehen vom Land und Bund auch in Gänze eintreiben würde. Sich da wegducken, aber Einschnitte für den Bürger vornehmen, ist nicht in Ordnung. Es ist Allgemeinwissen, dass der Bund und das Land immer mehr Aufgaben an die Städte und Kommunen abgeben, aber keine Zahlung leisten oder nur unzulänglich dafür bezahlen.
Dr. Yvonne Hannewald
Baden-Baden
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.
2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.
3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.
4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.
5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.
6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.
7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.
9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







