Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Zum Schreiben von Ex-Stadtrat Niedermeyer an OB Späth – „Und schon ist der Standort Balg besser bewertet als der Standort am Münchfeldsee“
Baden-Baden, 19.12.2024, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Matthias Hirsch Stellung zu dem goodnews4-Bericht Klinik-Experte Wolfgang Niedermeyer analysiert die Lage – Schreiben an OB Späth: «Eine makabre Situation».
Ex-Stadtrat Niedermeyer hat in seinem Schreiben an den OB vieles richtig beschrieben und auch einen der Fehler erklärt, der aufzeigt, wie falsch die Bewertung des Standort-Gutachtens ist.
In dem man die Beschaffungskosten pro m2 bewertet, statt die Gesamtkosten, die ja auschlaggebend und relevant sind, verschafft man dem Standort am Münchfeldsee ungerechtfertigte 4 Prozent mehr im Gesamtergebnis gegenüber dem Standort Balg.
Dass die Stadt Baden-Baden in einem Schreiben bestätigt, dass die Kosten der Erweiterungsfläche höher sind, als in dem Gutachten angegeben, lässt erneut die Frage aufkommen, ob man dies im Standort-Gutachten nur vergessen oder bewusst verschwiegen hat. Korrigieren sollte man solche Fehler allemal! Und schon ist der Standort Balg besser bewertet als der Standort am Münchfeldsee.
Aber dies passt ja nicht in die Wahrnehmung des Kreises Rastatt und warum auch immer wollen die Fraktionen der CDU, SPD, Grüne und Freie Wähler aus Baden-Baden dies nicht einsehen, oder zumindest nicht eingestehen.
Eine Aussage in diesem Schreiben die zu der makaberen Schlussfolgerung führte, sollte zu denken geben: «… dass der Standort für ein zukünftiges Zentralklinikum in Baden-Baden sein muss und dem wird und kann der andere Gesellschafter sicherlich nicht folgen, da er schließlich die Belange der 230 TSD Einwohner des Landkreises voranstellen muss, …»
Sollten wir uns nicht darauf verlassen können, dass der Gesellschafter Rastatt seinen Aussagen auch Taten folgen lässt und zusammen mit Baden-Baden ein Zentralklinikum am besten Standort baut? Wenn dem nicht so ist, dann ist der Kreis Rastatt ganz einfach nicht der faire und verlässliche Partner, mit dem man so ein Milliarden-Projekt in Angriff nehmen sollte.
In diesem Fall muss man sich über Alternativen für den Fortbestand des Klinikstandorts Baden-Baden machen.
Sollte man von verantwortungsvollen Volksvertretern nicht sowieso erwarten, dass man vor so einer Jahrhundert-Entscheidung verschiedene Alternative begutachtet und abwägt?
Hätte man dies im Vorfeld getan, hätte man eine deutlich bessere Verhandlungsposition gegenüber dem Gesellschafter Rastatt gehabt und müsste sich nicht zum Zahlmeister ohne jegliches Mitbestimmungsrecht degradieren lassen.
Wo wir wieder bei der entscheidenden Frage wäre: War dies einfach nur ein Versäumnis oder gewollt?
Matthias Hirsch
Baden-Baden
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