Leserbrief

Leserbrief „Meine Meinung“ – Zur OB-Wahl in Baden-Baden – „Aus dem Debakel ‚Späth‘ anscheinend nichts gelernt“

Baden-Baden, 23.02.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Peter Görtzel Stellung.

Es ist schon erschreckend zu sehen, dass viele Bürger aus dem Debakel «Späth» anscheinend nichts dazu gelernt haben.

Durch mein Mitwirken bei er OB-Wahl vor vier Jahren konnte ich etwas Einblick in die Maschinerie erlangen und teile aktuell mein Wissen und meine Erfahrung in der Facebook-Gruppe «Du bist ein echter Baden-Badener, wenn ...» mit.

Frau Wischhusen scheint in vielen Punkten die perfekte Nachfolgerin von Herrn Späth zu sein. Meiner Meinung nach aber definitiv nicht als Amtsnachfolgerin. Sie ignoriert die direkt an sie gestellten Fragen, insbesondere über ihr Wahlbudget und die Finanzierung. Beim Wahlforum im Rantastic nannte sie auch keine Zahlen, meinte nur dass sie die geschätzten 1,50 Euro pro Einwohner, also ca. 55.000 Euro als Ausgaben annimmt. Das kann man sich in der Aufzeichnung, die es auf Youtube gibt, ungefähr ab Zeitpunkt 01:06:38 nachschauen, falls man mir keinen Glauben schenken sollte.

 

Bei sowas werde ich leider halt hellhörig weil ich vermute, dass es gar kein Budget gibt, weil man im Hintergrund Nachschub erhält, wenn nötig. Und sorry, der CDU glaube ich kein Wort, dass die sich finanziell bei Frau Wischhusen zurückhalten. Schwarze Konten, bzw. Koffer kennt man bei der CDU zu genüge.

Auch wie bei Herrn Späth damals, merkt ein geübtes Auge, dass viele ihrer Gestiken einstudiert sind. Bei der Vorstellungsrunde stellte sie sich, nicht wie gebeten in die Mitte, hinter den Tisch, wie die anderen Kandidaten. Nein, sondern seitlich, um sich «in voller Pracht» zu präsentieren. Sie drängte damit sogar die Moderatorin weg, die das süffisant mit «wie sie wollen» kommentierte.

Auch auf diese Frage erhielt ich keine Antwort:

Frau Wischhusen, Anfang April 2022 kündigten Sie an, nicht für die Bremischen Bürgerschaftswahlen 2023 zu kandidieren und in die Privatwirtschaft zu wechseln: «Ich habe immer gesagt. Politik ist ein Projekt auf Zeit. Für mich ist es dann nach 8 Jahren an der Spitze der Fraktion in Bremen Zeit etwas Neues zu beginnen.» Sie schieden im Juni 2023 aus der Bürgerschaft aus. Woher kommt die Motivation, nach doch relativ kurzer Auszeit das Projekt «Politik» wieder für sich zu entdecken und dann noch am anderen Ende der Republik? Was genau verbindet Sie persönlich mit Baden-Baden, wann war z.B. ihr erster Besuch hier und wie oft hatten Sie die Gelegenheit die Stadt zu besuchen? Wo ist der Lebensmittelpunkt ihres Kindes, lebt es mit Ihnen hier in Baden-Baden und stimmt es, dass ihr derzeitiger Wohnsitz hier eine Ferienwohnung ist?

Ich gebe keine Wahlempfehlung ab, aber liebe Baden-Badener, lernt bitte dazu und lasst euch nicht blenden. Hinterfragt alles, nicht nur bei Frau Wischhusen, und lasst euch nicht von Gemeinderatsmitgliedern einlullen, Frau Wischhusen höre zu. Das macht jeder Kandidat und denkt immer dran «an ihren Taten sollt ihr sie erkennen».

Peter Görtzel
Ehemaliger OB-Kandidat 2022 in Baden-Baden


Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.

«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de

Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.

1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.

2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.

3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.

4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.

5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.

6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.

7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.

8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.

9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.




Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.