Leserbrief
Leserbrief „Meine Meinung“ – Zur „Wehrpflicht“ – „Militärische Entwicklung in Deutschland bereitet Sorgen“
Baden-Baden, 09.12.2025, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nimmt goodnews4-Leser Martin Müller-Petersen Stellung.
«Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin», dieser Spruch (Carl Sandberg 1936) kommt einem in den Sinn, wenn man die «Begeisterung» der jungen Menschen für die bevorstehende Wehrpflicht sieht. Tausende Jugendliche demonstrieren auf den Straßen und verweigern jegliche Kriegstätigkeit. Gleichzeitig fühlt sich die FAZ in ihrer Sonntagsausgabe (6.12.2025) bemüßigt einen Leitartikel zu veröffentlichen mit dem Tenor: «Verrät die AfD das deutsche Vaterland?» und bemängelt, dass die befragten AfD-Abgeordneten keine Begeisterung für den Kriegsdienst zeigen und diesen ebenfalls ablehnen. Ja wer zieht denn gerne in den Krieg? Oder haben sich die Redakteure und Journalisten der FAZ geschlossen freiwillig zum Wehrdienst gemeldet?
Unabhängig der Kriegsbereitschaft bereitet allerdings auch die militärische Entwicklung in Deutschland Sorgen. Immer mehr Industriebetriebe, die bisher einem soliden Zweck dienten, fühlen sich infolge der schlechten Wirtschaftslage gefordert, nun im militärischen Bereich also bei der Aufrüstung tätig zu werden. Manche ganz offen wie Rheinmetall, manche (noch) verdeckt wie Siemens. Das weckt ungute Gefühle, denn so etwas hatten wir schon einmal. Damals wollte man die vielen Millionen Arbeitslose von der Straße bringen und hat sie beim Autobahnbau und in Rüstungsbetrieben untergebracht. Und wenn dann letztlich die ganze Industrie für das Militär arbeitet, dann sollte die komplette Aufrüstung in den nächsten Jahren kein Problem darstellen. Leider gibt es dabei einige Probleme. Zum einen, ob Putin mit seinem geplanten Angriff auf die Nato-Staaten so lange wartet, zum anderen, dass sich nicht viele junge Menschen zu Soldaten und Soldatinnen berufen fühlen um diese Waffen im Verteidigungsfall dann auch zu bedienen und zuletzt, dass wir vielleicht die falschen Güter aufrüsten. Nicht Leopard-Panzer werden den Krieg entscheiden, sondern Drohnen zu Land, zu Wasser und in der Luft, oder im Extremfall atomare Hyperschall-Raketen. Es könnte aber auch noch eine bislang unberücksichtigte Situation eintreten: Putin stirbt und sein Nachfolger tritt mit Russland gegen entsprechende Kriegsentschädigung der Nato und der EU bei. Dann waren alle Rüstungsausgaben vergeblich gewesen und wir können hunderte von Leopardpanzern verschrotten. Das wäre wohl die wünschenswerteste Lösung.
Martin Müller-Petersen
Baden-Baden
Wenn Sie auch einen Leserbrief an die Redaktion senden möchten, nutzen Sie bitte diese E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
In Ausnahmefällen veröffentlicht goodnews4.de Leserbriefe auch unter einem Pseudonym. Die tatsächliche Identität des Verfassers ist goodnews4.de in jedem Fall bekannt.
«Spielregeln» für Leserbriefe an goodnews4.de
Die Leserbriefseite «Meine Meinung» bieten ein Meinungs- und Diskussionsforum, für das es auch einiger «Spielregeln» bedarf. Diese Regeln, die zum Teil vom Presserecht und sonstigen Rechtsvorschriften vorgegeben sind, sollten diesen Maßgaben folgen. Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion.
1. Der Verfasser eines Leserbriefes ist für diesen juristisch verantwortlich. Allerdings liegt bei goodnews4.de die publizistische und presserechtliche Verantwortung.
2. Ein Leserbrief darf scharfe Wertungen, Überspitzungen und deftige Kritik im Rahmen des öffentlichen Meinungsstreits enthalten. Beiträge, die Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verleumdungen, persönliche Diffamierungen, drastisch überzogene Kritik an Personen enthalten oder das Andenken Verstorbener verunglimpfen, werden nicht veröffentlicht. Das gilt auch für Beiträge, die so genannte Schmähkritik enthalten. In diesem Zusammenhang: Gute Argumente überzeugen am besten. goodnews4.de veröffentlicht jeden Leserbrief, der diese Voraussetzungen erfüllt.
3. Leserbriefe sollten sich mit aktuellen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse beschäftigen. Private Auseinandersetzungen werden aus redaktionellen, juristischen und presserechtlichen Gründen nicht veröffentlicht.
4. Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Bei Pseudonymen muss die tatsächliche Identität des Verfassers bei goodnews4.de bekannt sein. Bei der Veröffentlichung eines Beitrags werden Vor-, Nachname und Wohnort genannt.
5. Beiträge von politischen Mandats- und Funktionsträgern, Vertretern von Organisationen, Verbänden, Institutionen und ähnlichen sind auf dieser Seite nicht vorgesehen, es sei denn sie antworten auf einen Leserbrief. Die genannten Vertreter haben andere Möglichkeiten, ihr Anliegen einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen – zum Beispiel im redaktionellen Teil durch Pressemeldungen u.a.
6. Titelvorschläge (Überschriften) nehmen wir gerne entgegen, grundsätzlich entscheidet über die Titelsetzung aber die Redaktion.
7. Leserbriefe sollten elektronisch als E-Mail übermittelt werden und müssen die vollständige Adresse des Einsenders enthalten. Darüber hinaus benötigen wir eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
8. Der Einsender sollte erwähnen, worauf sich sein Beitrag bezieht. Sollte er sich auf einen goodnews4-Artikel beziehen, bitte mitteilen, wann dieser erschienen ist.
9. Für die Länge von Leserbriefen hat unsere Redaktion ein Limit von 2.000 Zeichen inkl. Leerzeichen gesetzt.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







