Leserbrief
Leserbrief „Meine/Unsere Meinung“ – „Alexander Stummvoll, geistlich verwirrt?“ – „Vertretung des CDU-Fraktionsvorsitzenden heillos überfordert“
Baden-Baden, 16.01.2026, Leserbrief In einem Leserbrief an die Redaktion nehmen die goodnews4-Leser Matthias Hirsch und Mike Brandau Stellung zu dem goodnews4-Bericht Baden-Badener FBB-Stadtrat Fricke sorgt für Pause auf dem Bildschirm – FDP-Fraktionschef Rolf Pilarski abgewürgt – «Keinen einzigen neuen Migranten aufnehmen».
Mit der Vertretung des CDU-Fraktionsvorsitzenden in der Gemeinderatssitzung am 28.07.2025 wirkte Alexander Stummvoll heillos überfordert – und das ist wohl noch die wohlwollendere Deutung seiner jüngsten Aussagen.
Er behauptet allen Ernstes, der Bürgerentscheid habe nach «jahrelangen kostspieligen Verzögerungen» endlich zu einem Grundsatzbeschluss geführt. Dabei suggeriert er, die Bürgerinnen und Bürger seien schuld an der jahrelangen Hängepartie rund um das Zentralklinikum. Tatsächlich waren es doch die drei Bedingungen der CDU, die zu teuren und langwierigen Verzögerungen führten – ebenso wie das Hinauszögern des Bürgerentscheids um mehrere Monate durch die Stimmen seiner Fraktion.
Und Herr Stummvoll geht sogar noch weiter: Es schmerze ihn, dass Dr. Iber und Herr Brenneisen im Wahlkampf persönlich angegriffen worden seien. Eine Behauptung, für die es keinerlei konkrete Hinweise gibt. War es seine persönliche Wahrnehmung? Oder eher eine geistliche Eingebung? Wenn man schon versucht, nachzutreten und Geschichte umzudeuten, sollte man bitte wenigstens bei den Fakten bleiben.
Die Liveübertragung der Gemeinderatssitzungen und die spätere Bereitstellung der Mitschnitte sind eine hervorragende Initiative. Sie ermöglichen es den Bürgerinnen und Bürgern, kommunalpolitische Entscheidungen mitzuverfolgen – selbst dann, wenn sie nicht persönlich anwesend sein können. Diese Form der Transparenz stärkt das Vertrauen in die Demokratie vor Ort und sollte unbedingt beibehalten werden. Und wenn man, wie bei den Äußerungen von Herrn Stummvoll denkt, man hätte nicht richtig gehört, kann man sich noch einmal versichern.
Umso unverständlicher ist es, dass einzelne Gemeinderäte – wie Herr Fricke und Herr Schmoll – sich öffentlich gegen diese Übertragungen aussprechen. Welche Beweggründe stehen dahinter? Sind die eigenen Beiträge nicht für wertvoll genug erachtet, um sie mit der Öffentlichkeit zu teilen? Oder halten sie ihre kommunalpolitischen Äußerungen für so brillant, dass sie sie lieber exklusiv und einmalig halten wollen – wie eine Opernpremiere ohne Wiederholung. Oder fürchtet man, dass das Gesagte einer genaueren Betrachtung womöglich nicht standhält?
Wer sich zur Wahl stellt und kommunalpolitisch mitentscheiden möchte, sollte auch bereit sein, das eigene Handeln gegenüber der Wählerschaft sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Alles andere wäre ein falsches Verständnis von öffentlichem Mandat.
Matthias Hirsch
Mike Brandau
Baden-Baden
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