Bürgerbegehren zu Zentralklinikum

Mark Lopatecki und Karl-Georg Degenhardt bedanken sich bei den Bürgern – „Den Ausgang haben wir zu akzeptieren“

Mark Lopatecki und Karl-Georg Degenhardt bedanken sich bei den Bürgern – „Den Ausgang haben wir zu akzeptieren“
Mark Lopatecki und Karl-Georg Degenhardt. Foto: Archiv

Baden-Baden, 01.07.2025, Bericht: Redaktion Mit einem Statement wenden sich Mark Lopatecki und Karl-Georg Degenhardt nach dem Ausgang des Bürgerentscheides an die Bürger.

Sie akzeptieren den Wahlausgang, empfehlen aber den «Nein-Sagern», sich «Demut ins Stammbuch» zu schreiben. Karl-Georg Degenhardt und Mark Lopatecki waren zusammen mit Matthias Hirsch die Vertrauensleute des Bürgerbegehrens, das den Bürgerentscheid möglich machte.

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Das Statement zum Bürgerentscheid von Karl-Georg Degenhardt und Mark Lopatecki, Verein Pro Klinikum Baden-Baden i.Gr., vom 30. Juni 2025 im Wortlaut:

Bürgerentscheid zum Zentralklinikum – Dank, Respekt und offene Fragen

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Baden-Baden,

Sie haben sich entschieden – beim Bürgerentscheid am 29. Juni. Das allein ist ein Sieg, ein Sieg der Demokratie. Dafür bedanken wir uns und wünschen unserer Heimatstadt nun nur das Allerbeste.

 

Den Ausgang haben wir zu akzeptieren (55 Prozent Nein-Stimmen – 45 Prozent Ja-Stimmen). Nun wollen wir hoffen, dass sich unsere Prognosen nicht bewahrheiten.

Allen, die mit Ja zu Baden-Baden gestimmt haben, gilt ein herzliches Dankeschön. In den Stadtteilen selbst war das die Mehrheit – und dennoch nicht ausreichend. Es war eine beeindruckende Zahl, die den heute Siegtrunkenen Demut ins Stammbuch schreiben sollte. Sie sollten das in ihre Überlegungen mit einbeziehen – und nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren.

Die Gründe, warum es nicht geklappt hat, sind mannigfaltig – und sie müssen benannt werden.

Ob aus dem Sieg auch ein neues Zentralklinikum erwächst, ist noch keinesfalls ausgemacht. Diejenigen, die gestern gefeiert haben, verantworten einen gewaltigen Schuldenberg und schieben diesen – wie sie selbst einräumen – ohne ausreichende Konzeption vor sich her. Ob ein derartiges Milliardenprojekt unter diesen Umständen überhaupt zu stemmen ist, bleibt fraglich.

Die Häme der Gewinner war gestern übergroß. Das bestätigt: Unsere Argumente haben eine tiefe Verunsicherung zutage gefördert – und das war wohlbegründet.

Für den Verein Pro Klinikum Baden-Baden i.Gr. dürfen wir sagen: Wir haben es sehr geschätzt, dass Sie unser Gesprächspartner waren. Daraus ziehen wir die Kraft, uns auch in Zukunft für Ihre Interessen einzusetzen.

Bis dahin mit besten Grüßen – stellvertretend

Dr. Mark Lopatecki
Karl-Georg Degenhardt

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