Vorsicht geboten

Rehkitze in Lebensgefahr – Badische Jäger appellieren an Landwirte und Hundehalter

Rehkitze in Lebensgefahr – Badische Jäger appellieren an Landwirte und Hundehalter
Im letzten Jahr retteten die Badischen Jäger 126 Kitze vor dem Mähdrescher. Foto: Tim Messmer

Baden-Baden, 17.05.2025, Bericht: Redaktion «In diesen Tagen beginnt die erste Mahd – eine Zeit, in der vielerorts Wiesen gemäht werden. Doch gerade jetzt ist besondere Vorsicht geboten» mahnen die Badischen Jäger Rastatt/Baden-Baden.

Rehkitze und Junghasen befänden sich gut getarnt im hohen Gras, wo sie von ihren Muttertieren abgelegt wurden. Mähwerke, aber auch freilaufende Hunde stellten eine tödliche Gefahr für das Jungwild dar. «In den vergangenen Tagen kam es auch in unserer Region erneut zu tragischen Zwischenfällen mit verletzten oder getöteten Wildtieren», berichten die Jäger.

Die weitere Mitteilung der Badischen Jäger vom 16. Mai 2025 im Wortlaut:

Die Badischen Jäger bitten daher eindringlich alle Wiesenbesitzer – insbesondere Landwirte und auch Eigentümer kleinerer Flächen –, auf das Mähen möglichst zu verzichten. Muss eine Fläche dennoch gemäht werden, muss sie im Vorfeld über das Kitzrettungsportal gemeldet werden: kitzrettung-kitzrettungrabad.hub.arcgis.com

 

Die ehrenamtlichen Kitzretterinnen und Kitzretter der Badischen Jäger fliegen gemeldete Flächen vor der Mahd mit Wärmebild-Drohnen ab, um im Gras verstecktes Jungwild rechtzeitig aufzuspüren und während der Mahd in Sicherheit zu bringen.

«Jedes Jahr retten wir auf diese Weise zahlreiche Rehkitze vor einem grausamen Tod. Allein im vergangenen Jahr waren es 126, im Jahr 2023 sogar fast 500», berichtet Dr. Frank Schröder, Vorsitzender der Badischen Jäger Rastatt / Baden-Baden. «Doch wir sind auf die Mitwirkung und das Verantwortungsbewusstsein der Flächenbewirtschafter angewiesen.»

Auch freilaufende Hunde gefährden den Wildtiernachwuchs. In den vergangenen Tagen wurden erneut Fälle von wildernden Hunden gemeldet – mit teils erschütternden Folgen. «Wir appellieren an alle Hundehalter, ihre Tiere in Feld, Wiese und Wald unbedingt anzuleinen», so Dr. Frank Schröder. «Nur so kann das empfindliche Gleichgewicht in der Natur während der Setz- und Brutzeit geschützt werden.»

Spendenaufruf: Kitzrettung braucht Unterstützung

Die Kitzrettung der Badischen Jäger ist ein ehrenamtlich getragenes Projekt – doch insbesondere der Einsatz moderner Drohnentechnologie ist mit hohen Kosten verbunden. Um eine weitere Drohne anschaffen zu können, wurde eine regionale Spendenkampagne ins Leben gerufen. Helfen Sie mit – jeder Beitrag zählt und rettet Leben: www.aus-liebe-zur-region.de




Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.