Mahnwachen
Ringen um das Thema Krieg und Frieden – Rückblick auf Aktivitäten am „Blumebrunnen“ in Baden-Baden

Baden-Baden, 31.12.2025, Bericht: Redaktion Mit einem Rückblick macht Christina Lipps auf die Aktivitäten 2025 der Friedensmahnwachengruppe aufmerksam.
Durch wöchentliche Kundgebungen am «Blumebrunnen» in der Baden-Badener Fußgängerzone sorgt die Gruppe seit Jahren für einen Beitrag zum Meinungsstreit um das Thema Krieg und Frieden.
Die Mitteilung von Christina Lipps vom 28. Dezember 2025 im Wortlaut:
2025 war das erste Jahr, in dem die Mahnwachengruppe sich ausschließlich dem Thema «Frieden» gewidmet hat – 48-mal, jeden Freitag, immer eine Stunde am Blumebrunnen.
Allerdings war dies ja nicht das erste Jahr, in dem die Gruppe Mahnwachen abhielt - genau genommen tut sie das seit 2011 – seit dem Super-GAU am 11. März in Fukushima. Aus den damals erst wöchentlichen, dann monatlichen «Anti-Atom-Mahnwachen» entwickelten sich im Laufe der Jahre aufgrund der veränderten weltpolitischen Lage die Friedensmahnwachen.
Im Dezember 2019 gab es eine tiefgreifende Veränderung: Die Gruppe erhielt Kenntnis vom Fall des australischen Journalisten und Verlegers Julian Assange, der zu diesem Zeitpunkt bereits 7 Jahre in London in Unfreiheit leben musste. Grund dafür war die Verfolgung durch die USA, weil Assange Kriegsverbrechen der USA im Irak-Krieg auf der Plattform WikiLeaks veröffentlicht hatte.
Fortan führte die Gruppe wöchentliche Mahnwachen durch – dreimal im Monat für Assange und einmal für den Frieden. Das ging so, bis Assange im Juni 2024 freigelassen wurde. Bis dahin hatte die Gruppe insgesamt bereits etwa 315 Mahnwachen durchgeführt. Zusammen mit den anschließenden, immer noch wöchentlichen Friedensmahnwachen sind es mittlerweile 375-mal, dass die Gruppe in der Innenstadt steht.
Immer wieder werden wir gefragt, was das denn überhaupt nützen soll, dass wir da stehen. Im Fall Assange ist die Antwort einfach: Wir waren Teil der weltweiten Solidaritätsbewegung für Assange, für Presse- und Informationsfreiheit, ohne die Assange mit Sicherheit nicht freigekommen wäre.
Beim Thema Frieden ist die Antwort nicht so einfach, aber für uns gilt: Nichts zu tun, würde ganz sicher gar nichts beitragen zum Frieden – den wir doch alle wollen.
Zurück zur Startseite und zu den weiteren aktuellen Meldungen.







